Die deutsche Norm fuer Planung, Bemessung und Inspektion von Versickerungsanlagen zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung.
DWA-A 138 ist die massgebliche deutsche Norm fuer die dezentrale Niederschlagswasserversickerung. Herausgegeben von der Deutschen Vereinigung fuer Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) bietet sie Ingenieuren und Inspektoren einen umfassenden Rahmen zur Bewertung der Bodeneignung, Bemessung von Versickerungsanlagen und Sicherstellung der Vorbehandlung belasteten Abflusses vor dem Eintritt ins Grundwasser. Die Norm wird von deutschen Kommunen, Wasserbehoerden und Ingenieurbüros breit angewendet, um die Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes zu erfuellen, wonach Niederschlagswasser ortsnah bewirtschaftet statt in Mischwasserkanalisationen eingeleitet werden soll. DWA-A 138 deckt den gesamten Lebenszyklus von Versickerungsanlagen ab, von der Standortuntersuchung ueber die Baugenehmigung bis zur laufenden betrieblichen Inspektion und Wartung.

Was ist DWA-A 138?
DWA-A 138 (Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser) ist die deutsche Norm fuer Planung, Bau und Betrieb von Versickerungsanlagen fuer Niederschlagswasser. Sie definiert Bodendurchlaessigkeitspruefungen mit dem kf-Wert, Bemessung von Versickerungsanlagen nach dem Speichervolumenverfahren und Anforderungen an die Vorbehandlung fuer die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung.
- Vollständiger Name
- Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser
- Herausgeber
- DWA (Deutsche Vereinigung fuer Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.)
- Aktuelle Fassung
- DWA-A 138 (2005-04)
Versickerungsanlagentypen nach DWA-A 138
DWA-A 138 klassifiziert Versickerungsanlagen in verschiedene Kategorien nach ihrem Konstruktionsprinzip, jeweils geeignet fuer unterschiedliche Standortbedingungen und Schadstoffbelastungen.
DWA-A 138 definiert eine Hierarchie von Versickerungsanlagentypen, von einfachen oberflaechenbasierten Verfahren bis zu komplexen unterirdischen Bauwerken. Die Norm empfiehlt ausdruecklich die Flaechenversickerung als bevorzugte Loesung, wo die Standortbedingungen es erlauben, da sie die laengste Kontaktzeit zwischen Niederschlagswasser und der biologisch aktiven Oberbodenschicht bietet. Dieser verlaengerte Kontakt ermoeglicht natuerliche Filtration, Adsorption und mikrobiellen Abbau von Schadstoffen bevor das Wasser den Grundwasserspiegel erreicht.
Die Muldenversickerung nutzt flache begrünte Vertiefungen, typischerweise 200 bis 300 mm tief, zur temporaeren Speicherung und Versickerung von Niederschlagswasser. Mulden kombinieren Speichervolumen mit den Reinigungsvorteilen einer bewachsenen Oberflaechenschicht und sind der am haeufigsten umgesetzte Anlagentyp in deutschen Wohngebieten. Mulden-Rigolen-Systeme ergaenzen einen unterirdischen kiesgefeullten Graben unter der Mulde und bieten zusaetzliches Speichervolumen fuer Standorte, an denen die Bodendurchlaessigkeit allein nicht ausreicht um Starkregenereignisse durch Oberflaechenversickerung zu bewaeltigen.
| Anlagentyp | Bezeichnung | Flaechenbedarf | Reinigungswirkung |
|---|---|---|---|
| Flaechenversickerung | Flaechenversickerung | Gross | Hoechste (voller Oberbodenkontakt) |
| Muldenversickerung | Muldenversickerung | Mittel | Hoch (begrünte Vertiefung) |
| Mulden-Rigolen-System | Mulden-Rigolen-System | Mittel | Hoch (kombiniert Oberflaeche/Untergrund) |
| Rohr-Rigolenversickerung | Rohr-Rigolenversickerung | Klein | Maessig (nur unterirdisch) |
| Schachtversickerung | Schachtversickerung | Minimal | Gering (umgeht Oberboden) |
DWA-A 138 empfiehlt Flaechen- und Muldenversickerung wo immer die Standortbedingungen es erlauben. Schachtversickerung ist auf nachweislich sauberen Abfluss beschraenkt.
Die Rohr-Rigolenversickerung nutzt unterirdische Kiesbetten oder modulare Speicherelemente in Geotextilumhuellung zur vollstaendig unterirdischen Versickerung. Diese Methode eignet sich fuer Standorte mit begrenzter Oberflaechenflaeche wie dichte staedtische Umgebungen. Die Schachtversickerung leitet Wasser durch einen vertikalen Schacht direkt in eine durchlaessige Bodenschicht und umgeht dabei die biologisch aktive Oberbodenschicht. DWA-A 138 beschraenkt die Schachtversickerung auf Situationen mit nachweislich sauberem Abfluss, da keine natuerliche Bodenbehandlung stattfindet. Die Wahl des Anlagentyps bestimmt unmittelbar die Vorbehandlungsanforderungen, Bemessungsberechnungen und Inspektionsintervalle.
Fuer einen ergaenzenden Ansatz zur nachhaltigen Stadtentwasserung siehe den CIRIA C753 SuDS Standard.
Bodendurchlaessigkeitspruefung (Durchlaessigkeitsbeiwert kf)
Die Bodendurchlaessigkeit ist der wichtigste einzelne Parameter in DWA-A 138. Er bestimmt ob Versickerung machbar ist, welcher Anlagentyp geeignet ist und wie gross die Anlage sein muss.
DWA-A 138 verlangt die Feldmessung des Durchlaessigkeitsbeiwerts (kf) in der geplanten Versickerungstiefe. Der kf-Wert, ausgedrueckt in Metern pro Sekunde (m/s), quantifiziert wie schnell Wasser unter gesaettigten Bedingungen durch die Bodenmatrix fliesst. Die Norm legt einen zulaessigen Bereich von 1 x 10^-3 m/s bis 1 x 10^-6 m/s fuer Versickerungsanlagen fest. Boeden mit kf-Werten ueber 1 x 10^-3 m/s (Grobkies) leiten Wasser zu schnell fuer eine ausreichende Schadstoffrueckhaltung, waehrend Boeden unter 1 x 10^-6 m/s (dichter Ton) zu langsam versickern um Niederschlagswassermengen effektiv zu bewirtschaften.
| Parameter | Anforderung | Einheit | Hinweise |
|---|---|---|---|
| kf (Durchlaessigkeitsbeiwert) | 1 x 10^-3 bis 1 x 10^-6 | m/s | In-situ gemessen in Versickerungstiefe |
| Min. Abstand zum Grundwasser | >= 1,0 | m | Ueber mittlerem hoechsten Grundwasserstand (MHGW) |
| Min. Abstand zu Gebaeuden | >= 6,0 (typisch) | m | Variiert nach oertlichen Behoerdenanforderungen |
| Pruefstellen je Anlage | >= 3 | Anzahl | Zur Erfassung der raeumlichen Variabilitaet |
| Oberbodenschichtdicke | >= 0,2 (Oberflaechenanlagen) | m | Erforderlich fuer biologische Reinigungswirkung |
Der kf-Wert muss durch Feldversuche bestimmt werden. Laborwerte koennen die tatsaechlichen Versickerungsraten aufgrund gestoerter Bodenstruktur erheblich ueber- oder unterschaetzen.
Die Norm empfiehlt In-situ-Pruefverfahren gegenueber Laboranalysen, da die ungestoerte Bodenstruktur die Versickerungsraten erheblich beeinflusst. Haeufig verwendete Verfahren sind der offene Versickerungsversuch und der Doppelring-Infiltrometerversuch. Mindestens drei Pruefstellen je geplanter Anlage werden empfohlen um die raeumliche Variabilitaet der Bodenbedingungen zu erfassen. Der Inspektor erfasst den Pruefstandort, die Tiefe unter Gelaendeoberkante, den gemessenen kf-Wert, die Bodenklassifikation nach DIN 18196 und den Grundwasserstand zum Pruefzeitpunkt. Der Mindestabstand zwischen der Sohle der Versickerungsanlage und dem mittleren hoechsten Grundwasserstand (MHGW) muss mindestens einen Meter betragen.
Die Bodenklassifikation erfolgt nach DIN 18196, die Boeden in Gruppen von GW (enggestuft-koerniger Kies) bis TL (leicht plastischer Ton) einteilt. Sandige Boeden (SW, SP, SE) und schluffige Sande (SU, ST) fallen generell in den zulaessigen kf-Bereich fuer Versickerung. Reine Tonboeden (TL, TM, TA) sind typischerweise ungeeignet. Das digitale Formular erfasst diese Bodenparameter zusammen mit der Pruefmethodik und ermoeglicht Ingenieuren die Konformitaetspruefung vor Genehmigung des Anlagenentwurfs.
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Das DWA-A 138 Bemessungsverfahren
Die Bemessungsberechnung ist der methodische Kern von DWA-A 138 und uebersetzt standortspezifische Parameter in die erforderliche Versickerungsflaeche und das Speichervolumen.
DWA-A 138 verwendet ein vereinfachtes empirisches Verfahren zur Bestimmung der erforderlichen Groesse einer Versickerungsanlage. Die Berechnung bilanziert den Zufluss von versiegelten Flaechen waehrend eines Bemessungsniederschlags gegen den Abfluss durch Bodenversickerung. Die Grundgleichung lautet: V_erf = (r_D,n x A_u x D x 60) - (kf/2 x A_s x D x 60), wobei V_erf das erforderliche Speichervolumen in Litern, r_D,n die Bemessungsregenspende in Litern pro Sekunde pro Hektar fuer eine gegebene Dauer D und Wiederkehrzeit n, A_u die angeschlossene versiegelte Flaeche in Hektar, kf der Durchlaessigkeitsbeiwert in Metern pro Sekunde und A_s die Versickerungsflaeche in Quadratmetern ist.
Die Bemessungsregenspende wird aus KOSTRA-DWD 2020 (Koordinierte Starkniederschlags-Regionalisierungs-Auswertungen) abgeleitet, dem offiziellen deutschen Niederschlagsstatistik-Datensatz des Deutschen Wetterdienstes. Die Norm verlangt typischerweise eine Bemessung fuer eine 5-jaehrige Wiederkehrzeit (n=5, T=5a) als Minimum, wobei oertliche Behoerden haeufig eine 10- oder 20-jaehrige Wiederkehrzeit fuer Anlagen in empfindlichen Grundwasserschutzzonen fordern. Der Inspektor erfasst die KOSTRA-Gitterzellenkoordinaten, die gewaehlte Wiederkehrzeit und die resultierenden Bemessungsregenspenden fuer mehrere Dauerstufen im Formular.
Der iterative Bemessungsprozess prueft mehrere Niederschlagsdauern (typischerweise 5, 10, 15, 30, 60, 120, 180, 360, 720, 1080 und 1440 Minuten) um die massgebende Dauer zu identifizieren, die das maximale erforderliche Speichervolumen erzeugt. Kurze, intensive Niederschlaege erzeugen hohe Spitzenzufluesse aber kurze Dauern, waehrend lange, maessige Niederschlaege niedrigere Spitzenabfluesse aber anhaltende Volumina erzeugen. Die massgebende Dauer variiert je nach Standort: hochdurchlaessige Boeden mit grossen Versickerungsflaechen werden von Kurzzeitereignissen bestimmt, waehrend gering durchlaessige Boeden von Langzeitereignissen bestimmt werden.
Eine wichtige Besonderheit der DWA-A 138-Methodik ist die Anwendung eines Sicherheitsfaktors. Die Norm empfiehlt, in der Bemessungsberechnung nur den halben gemessenen kf-Wert (kf/2) zu verwenden, um langfristige Bodenkolmation, jahreszeitliche Schwankungen der Bodenfeuchte und Messunsicherheiten zu beruecksichtigen. Dieser konservative Ansatz bedeutet, dass die bemessene Anlage etwa doppelt so gross ist wie die Rohdaten der Bodenpruefung nahelegen wuerden, was einen erheblichen betrieblichen Puffer bietet. Ingenieure dokumentieren den angewandten Sicherheitsfaktor und etwaige zusaetzliche Aufschlaege der oertlichen Wasserbehoerde im Inspektionsformular.
Die Bemessungsniederschlagsdaten (KOSTRA-DWD 2020) fuer DWA-A 138 werden vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die vollstaendige Norm und begleitende Kommentare sind erhaeltlich bei der DWA Deutsche Vereinigung fuer Wasserwirtschaft.
Vorbehandlung von Niederschlagswasser vor der Versickerung
DWA-A 138 schreibt die Vorbehandlung von Niederschlagswasser vor der Versickerung vor, wenn der Abfluss von Flaechen mit erhoehter Schadstoffbelastung stammt.
Nicht jedes Niederschlagswasser ist sauber genug fuer die direkte Versickerung. DWA-A 138 kategorisiert versiegelte Flaechen in drei Belastungsklassen, die das erforderliche Vorbehandlungsniveau bestimmen. Unbedenkliche Flaechen umfassen Wohndaecher ohne Kupfer- oder Zinkverkleidung, Fussgaengerwege und Terrassen. Von diesen Flaechen stammender Abfluss kann ohne Behandlung ueber jeden Anlagentyp versickert werden. Tolerierbare Flaechen umfassen Anliegerstrassen mit geringem Verkehrsaufkommen (unter 5.000 Fahrzeuge pro Tag), PKW-Parkflaechen und Metalldaecher mit Kupfer- oder Zinkkomponenten. Abfluss von diesen Flaechen erfordert die Passage durch eine bewachsene Oberbodenschicht von mindestens 200 mm Dicke vor der Versickerung.
Nicht tolerierbare Flaechen umfassen Industriehoefe, LKW-Ladebereiche, Hauptstrassen mit mehr als 15.000 Fahrzeugen pro Tag und Flaechen auf denen Gefahrstoffe gehandhabt werden. DWA-A 138 verbietet grundsaetzlich die direkte Versickerung von Abfluss dieser Flaechen. Wenn Versickerung erforderlich ist, muessen spezialisierte Behandlungssysteme wie Sedimentationsbecken, Oelabscheider oder Pflanzenklaerbeete vorgeschaltet werden. Der Inspektor dokumentiert die angeschlossenen Oberflaechentypen, deren Belastungsklassifizierung und die installierten Vorbehandlungsmassnahmen fuer jede Versickerungsanlage.
Die Belastungsklassifizierung hat einen direkten Einfluss auf den zulaessigen Versickerungsanlagentyp. Flaechen- und Muldenversickerungssysteme bieten eine natuerliche Vorbehandlung durch die bewachsene Oberbodenschicht und sind daher fuer tolerierbaren Abfluss zugelassen. Rigolen- und Schachtversickerungssysteme umgehen diese natuerliche Behandlungsschicht und sind auf unbedenklichen Abfluss beschraenkt, sofern kein vorgeschaltetes mechanisches Vorbehandlungsaggregat installiert ist. Diese Beziehung zwischen Oberflaechenbelastungsklasse, Anlagentyp und Vorbehandlungsanforderung ist eine zentrale Entwurfsentscheidung, die das digitale Formular durch verknuepfte Dropdown-Auswahlen erfasst.
Fuer Regenwasser-Best-Management-Practices im US-amerikanischen Regulierungskontext siehe den EPA NPDES BMP Standard.
Betriebliche Inspektion und Wartungsanforderungen
DWA-A 138 verlangt regelmaessige Inspektion und Wartung von Versickerungsanlagen zur Sicherstellung der langfristigen hydraulischen Leistungsfaehigkeit und des Grundwasserschutzes.
Versickerungsanlagen verschlechtern sich im Laufe der Zeit durch Bodenkolmation, Sedimentation, Vegetationsuebergriff und strukturelle Schaeden. DWA-A 138 definiert ein verbindliches Inspektionsregime, das die Sichtkontrolle der Anlagenoberflaeche und Zulaufbauwerke nach jedem bedeutenden Niederschlagsereignis, planmaessige Wartungsinspektionen mindestens zweimal jaehrlich (Fruehjahr und Herbst) und eine umfassende Funktionspruefung alle fuenf Jahre umfasst. Die Funktionspruefung verifiziert, dass die Anlage noch die Bemessungsversickerungsrate erreicht, indem die tatsaechliche Entleerungszeit nach Befuellung mit einem bekannten Wasservolumen gemessen wird.
Waehrend einer Routineinspektion bewertet der Inspektor den Zustand von Zulaufrohren, Ueberlaufbauwerken, Vorbehandlungseinrichtungen, der Versickerungsoberflaeche selbst und etwaigen unterirdischen Komponenten, die ueber Inspektionsschaechte zugaenglich sind. Wichtige Indikatoren fuer Leistungsminderung sind Stehwasser mehr als 24 Stunden nach einem Niederschlagsereignis, sichtbare Sedimentanreicherung auf der Versickerungsoberflaeche, Erosionsrinnen, Vegetationsausfall oder uebermassiger Unkrautwuchs sowie strukturelle Schaeden an Ein- oder Auslaufbauwerken. Das digitale Formular erfasst jeden dieser Zustandsindikatoren mit Schweregradbewertungen und Fotodokumentation.
Die von DWA-A 138 vorgeschriebenen Wartungsmassnahmen reichen von einfacher Vegetationspflege (Maehen, Entfernen von Unrat) bis zu invasiver Sanierung (Abtragen und Ersetzen der kolmatierten Oberbodenschicht). Die Norm legt fest, dass die Oberbodenschicht von Mulden- und Flaechenversickerungsanlagen jaehrlich aufgeraut und vollstaendig ersetzt werden soll, wenn die Versickerungsleistung unter 50% des Bemessungswerts faellt. Bei Rigolensystemen muss moeglicherweise die Geotextilumhuellung erneuert werden, wenn Feinsedimenteindringung zu anhaltender Kolmation fuehrt. Das Inspektionsformular zeichnet die Wartungshistorie und geplante naechste Massnahmen auf und erstellt damit einen Lebenszyklusbewirtschaftungsnachweis fuer die Anlage.
Fuer Kanalinspektion Standards die das Regenwasserinfrastruktur-Management ergaenzen, siehe den NASSCO PACP Kanalinspektion Standard.
Häufig gestellte Fragen
Was ist DWA-A 138?
DWA-A 138 ist die deutsche Norm fuer Planung, Bau und Betrieb von Versickerungsanlagen fuer Niederschlagswasser. Herausgegeben von der DWA definiert sie Bodendurchlaessigkeitsanforderungen, Versickerungsanlagentypen, Bemessungsberechnungen, Vorbehandlungsregeln und Inspektionsintervalle fuer dezentrale Regenwasserbewirtschaftungssysteme.
Welcher kf-Wert ist fuer die Versickerung nach DWA-A 138 erforderlich?
DWA-A 138 verlangt einen Durchlaessigkeitsbeiwert (kf-Wert) zwischen 1 x 10^-3 m/s und 1 x 10^-6 m/s, in-situ gemessen in der geplanten Versickerungstiefe. Boeden oberhalb dieses Bereichs bieten unzureichende Schadstoffrueckhaltung; Boeden unterhalb koennen Niederschlagswassermengen nicht effektiv versickern.
Was ist der Unterschied zwischen Muldenversickerung und Rigolenversickerung?
Muldenversickerung nutzt flache begrünte Oberflaechenvertiefungen zur Speicherung und Versickerung von Niederschlagswasser mit natuerlicher Bodenbehandlung. Rigolenversickerung nutzt unterirdische kiesgefuellte Graeben zur Versickerung ohne Oberflaechenspeicherung, geeignet fuer Standorte mit begrenzter Flaeche, erfordert aber Vorbehandlung fuer belasteten Abfluss.
Wie wird die Versickerungsanlagengroesse nach DWA-A 138 berechnet?
Die Bemessungsberechnung bilanziert den Bemessungsniederschlagszufluss gegen die Bodenversickerung ueber mehrere Niederschlagsdauern. Mit KOSTRA-DWD-Niederschlagsdaten und dem halbierten kf-Wert (Sicherheitsfaktor) wird die massgebende Dauer identifiziert, die das maximale erforderliche Speichervolumen fuer die gewaehlte Wiederkehrzeit erzeugt.
Ist DWA-A 138 in Deutschland gesetzlich verpflichtend?
DWA-A 138 ist eine allgemein anerkannte Regel der Technik in Deutschland. Obwohl kein Gesetz selbst, wird sie von Landeswassergesetzen und kommunalen Bauordnungen referenziert. Die Einhaltung ist typischerweise fuer Baugenehmigungen mit Niederschlagswasserversickerung erforderlich und wird von Wasserbehoerden erwartet.
Wie oft muessen Versickerungsanlagen nach DWA-A 138 inspiziert werden?
DWA-A 138 verlangt Sichtkontrolle nach jedem bedeutenden Niederschlagsereignis, planmaessige Wartungsinspektionen mindestens zweimal jaehrlich im Fruehjahr und Herbst sowie eine umfassende Funktionspruefung alle fuenf Jahre zur Verifizierung der Bemessungsversickerungsrate.
Was ist der Unterschied zwischen DWA-A 138 und CIRIA C753 SuDS?
DWA-A 138 ist die deutsche Norm fuer Versickerungsanlagenbemessung, -planung und -inspektion. CIRIA C753 ist die britische Richtlinie fuer Sustainable Drainage Systems (SuDS), die ein breiteres Spektrum an Techniken einschliesslich Rueckhaltung, Ableitung und Wasserqualitaetsbehandlung ueber die Versickerung hinaus abdeckt.
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