Der europäische Kodierungsstandard für die TV-Inspektion von Entwässerungsleitungen und Kanälen.
EN 13508-2 ist das Rückgrat der Kanalzustandsberichterstattung in der Europäischen Union. Als nationale Norm in Deutschland (DIN EN 13508-2), Großbritannien (BS EN 13508-2), den Niederlanden und den meisten EU-Mitgliedstaaten übernommen, gibt sie TV-Inspekteuren ein einheitliches, eindeutiges Vokabular zur Beschreibung dessen, was sie im Inneren eines Rohres sehen — von Haarrissen bis hin zu vollständigen Einstürzen, von feiner Wurzeleinwucherung bis zu strömendem Fremdwasserzutritt. Das Kodierungssystem speist direkt in Sanierungsplanungssoftware ein und ist damit das entscheidende Bindeglied zwischen Feldarbeit und Investitionsentscheidungen.

Was ist EN 13508-2?
EN 13508-2 ist die europäische Norm zur Kodierung visueller Beobachtungen bei der TV-Inspektion von Entwässerungsleitungen und Kanälen. Sie definiert eine strukturierte Syntax aus Hauptcodes, Charakterisierungen und Quantifizierungen zur Beschreibung von Bauschäden, Betriebszuständen und Netzmerkmalen — ohne Zustandsbewertungen zu vergeben.
- Vollständiger Name
- Untersuchung und Beurteilung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden — Teil 2: Kodiersystem für die optische Inspektion
- Herausgeber
- Europäisches Komitee für Normung (CEN)
- Aktuelle Fassung
- EN 13508-2:2003+A1:2011
Wie EN 13508-2 funktioniert
EN 13508-2 ist streng genommen eine beschreibende Norm, keine Bewertungsnorm. Sie stellt das Vokabular bereit, um zu beschreiben, was im Inneren einer Entwässerungsleitung beobachtet wird — Ausrichtung, Breite und Position eines Risses — weist aber keinen Schweregrad oder Zustandswert zu. Diese Trennung von Beschreibung und Bewertung ist beabsichtigt: Sie ermöglicht es verschiedenen Ländern, ihre eigenen Bewertungsmethoden auf dieselben Grunddaten anzuwenden. Deutschland verwendet DWA-M 149-2 zur Umwandlung von EN 13508-2-Beobachtungen in Sanierungsprioritäten, die Niederlande nutzen die RIONED-Klassifizierung, und Großbritannien verwendet das Sewer Rehabilitation Manual (SRM). Alle drei erzeugen unterschiedliche Zustandsindizes aus identischen Felddaten, da jedes Land unterschiedliche Sanierungsschwellen und Investitionsprioritäten hat.
Jede Beobachtung folgt derselben vierteiligen Syntax: ein Hauptcode, der identifiziert, was gesehen wurde, eine oder zwei Charakterisierungen, die die Beobachtung verfeinern, eine Quantifizierung, die das Ausmaß oder die Schwere misst, und eine Ortsangabe, ausgedrückt als Station (Entfernung vom Startschacht in Metern) plus Uhrzeitreferenz (1–12) für die Umfangsposition. Dieser schichtweise Ansatz stellt sicher, dass zwei Inspekteure, die dasselbe Rohr untersuchen, funktional identische Aufzeichnungen erstellen — selbst wenn sie für verschiedene Auftragnehmer in verschiedenen Ländern arbeiten. Die konsistente Syntax macht die Daten auch maschinenlesbar — Bewertungssoftware analysiert die Codes automatisch ohne manuelle Interpretation.
Die Norm gilt für Freispiegelleitungen, Kanäle, Schächte und Inspektionskammern. Sie deckt TV-Inspektionen (Kanalfernsehen) sowie begehbare visuelle Untersuchungen von Leitungen mit größerem Durchmesser ab. Eine typische Inspektion beginnt an einem Schacht (dem Startschacht), wobei die Kamera zum nächsten Schacht (dem Endschacht) fährt und dabei jeden festgestellten Schaden oder jedes Merkmal entlang des Weges protokolliert. Der Inspekteur fügt Beobachtungen sequentiell in aufsteigender Stationsreihenfolge hinzu — so dass das Inspektionsprotokoll als chronologisch und räumlich geordnetes Verzeichnis des Rohrzustands lesbar ist.
EN 13508-2 Hauptcode-Katalog
Der Hauptcode ist das erste und wichtigste Element jeder Beobachtung. EN 13508-2 organisiert seine Codes in vier Gruppen: bauliche Schäden (Präfix BA), betriebliche Zustände (Präfix BB), Bestandsmerkmale (Präfix BC) und Inspektionshandhabung (Präfix BD). Jeder dreibuchstabige Code identifiziert eindeutig die Art der Beobachtung.
Gruppe BA: Bauliche Schäden
Gruppe BA umfasst bauliche und substanzielle Schäden — physische Beschädigungen der Rohrwandung selbst. Diese Codes reichen von Deformation (BAA), bei der der Rohrquerschnitt durch äußere Belastung oder Bodenbewegung verformt wurde, über Risse und Sprünge (BAB) bis hin zum vollständigen Einsturz (BAC), bei dem die Rohrstruktur versagt hat. Schadhaftes Mauerwerk (BAD) und Mörtel (BAE) gelten speziell für gemauerte Kanäle, die in älteren europäischen Städten verbreitet sind. Oberflächenschäden (BAF) erfassen Verschleiß und Korrosion der Rohrwandung, während Eindringung (BAG) ein vorstehendes Rohr dokumentiert, das in den Kanal eingebrochen ist. Die alarmierendsten Codes sind BAL und BAM — sichtbarer Boden oder Hohlraum hinter der Rohrwandung, was auf Bettungsverlust und potenzielle Bodensenkung hinweist.
Gruppe BB: Betriebliche Zustände
Gruppe BB umfasst betriebliche Zustände, die die Durchflusskapazität beeinträchtigen, ohne zwingend auf strukturelles Versagen hinzuweisen. Wurzeleinwuchs (BBA) ist der am häufigsten protokollierte Code in gemäßigten Klimazonen — Wurzeln nutzen Fugenlücken und Risse aus und reduzieren fortschreitend den Rohrquerschnitt. Die Charakterisierungscodes unterscheiden zwischen Pfahlwurzeln (einzelner Eintrittspunkt), Feinwurzeln (weitverbreiteter haarfeiner Bewuchs) und Wurzelmassen (dichte Klumpen, die das Rohr verstopfen). Anhaftende Ablagerungen (BBB) umfassen Inkrustationen, Fettablagerungen und Mineralskalierung an der Rohrwand, während sedimentierte Ablagerungen (BBC) Schlamm, Schutt und Trümmer auf der Sohle beschreiben. Infiltration (BBD) erfasst Grundwasserzutritt durch defekte Fugen oder Risse, klassifiziert von langsamem Sickern bis zu aktivem Strömen — ein kritischer Indikator für Fremdwasseruntersuchungen, die die Kanalkapazität und Kläranlagenbelastung bestimmen.
Gruppen BC & BD: Bestand und Handhabung
Die Gruppen BC und BD erfassen Beobachtungen ohne Schadenscharakter, die für die Netzmodellierung und das Asset Management gleichermaßen wichtig sind. BC-Codes protokollieren physische Merkmale des Netzes: Anschlüsse (BCA) werden als werkseitige Abzweige, Sattelstücke oder Einbruchanschlüsse klassifiziert, wobei der Durchmesser des anschließenden Rohres als Quantifizierung erfasst wird. Bögen (BCD), Knotenpunkte (BCE) und Wechsel in Rohrgröße oder Material (BCF) werden alle protokolliert, um eine genaue digitale Bestandsaufnahme des Kanalnetzes zu führen. BD-Codes behandeln die Inspektionslogistik — die obligatorische Startmarkierung (BDA), die Endmarkierung (BDB), einen Abbruch wegen Verstopfung oder Geräteausfall (BDC), Wasserstandsänderungen während der Befahrung (BDD) und allgemeine Freitextanmerkungen (BDE).
| Code | Gruppe | Beobachtung |
|---|---|---|
| BAA | Baulich | Deformation |
| BAB | Baulich | Riss / Sprung |
| BAC | Baulich | Bruch / Einsturz |
| BAD | Baulich | Schadhaftes Mauerwerk |
| BAE | Baulich | Schadhafter Mörtel |
| BAF | Baulich | Oberflächenschäden (Verschleiß / Korrosion) |
| BAG | Baulich | Eindringung (vorstehendes Rohr) |
| BAH | Baulich | Liningdefekt |
| BAI | Baulich | Reparaturdefekt |
| BAJ | Baulich | Schweißnahtversagen |
| BAK | Baulich | Poröses Rohr |
| BAL | Baulich | Boden sichtbar |
| BAM | Baulich | Hohlraum sichtbar |
| BBA | Betrieblich | Wurzeln |
| BBB | Betrieblich | Anhaftende Ablagerungen (Inkrustation / Fett) |
| BBC | Betrieblich | Sedimentierte Ablagerungen (Schlamm / Schutt) |
| BBD | Betrieblich | Fremdwasserzutritt / Infiltration |
| BBE | Betrieblich | Hindernis / Verstopfung |
| BBF | Betrieblich | Ungeziefer |
| BCA | Bestand | Anschluss (Seitenleitung) |
| BCB | Bestand | Liningbeginn / -ende |
| BCC | Bestand | Punktreparatur |
| BCD | Bestand | Bogen |
| BCE | Bestand | Knotenpunkt |
| BCF | Bestand | Größen- / Materialwechsel |
| BCG | Bestand | Anker / Schubblock |
| BDA | Handhabung | Inspektionsbeginn |
| BDB | Handhabung | Inspektionsende |
| BDC | Handhabung | Inspektion abgebrochen |
| BDD | Handhabung | Wasserstandsänderung |
| BDE | Handhabung | Allgemeine Anmerkung |
Codes mit Präfix BA bezeichnen bauliche Schäden, BB betriebliche Zustände, BC Bestandsmerkmale und BD Inspektionshandhabung.
Die Code–Charakterisierung–Quantifizierung-Syntax
Was EN 13508-2 unter den Inspektionsnormen einzigartig macht, ist die geschichtete Kodiersyntax. Jede Beobachtung wird aus bis zu vier Elementen aufgebaut, die die Beschreibung schrittweise verfeinern — von „was“ über „welcher Art“ und „wie viel“ bis „wo.“
Die erste Schicht ist der Hauptcode — der dreibuchstabige Identifikator aus dem Katalog. Die zweite Schicht fügt ein oder zwei Charakterisierungen hinzu, jeweils ein einzelner Buchstabe, der die Beobachtung verfeinert. Bei einem Riss (BAB) beschreibt Charakterisierung 1 die Ausrichtung: A für längs, B für quer/umlaufend, C für komplex oder mehrfach, D für spiralförmig. Bei Wurzeln (BBA) beschreibt dieselbe Buchstabenposition den Wurzeltyp: A für Pfahlwurzel, B für Feinwurzeln, C für Wurzelmasse. Bei Infiltration (BBD) beschreiben die Buchstaben die Fließintensität: A für Sickern, B für Tropfen, C für Rinnen, D für Strömen. Die Bedeutung jedes Charakterisierungsbuchstabens ist kontextabhängig — sie ändert sich je nach dem begleitenden Hauptcode. Dies ist der Aspekt der Norm, der die meiste Schulung des Bedieners erfordert.
Die dritte Schicht ist die Quantifizierung — eine numerische Messung, die die Beobachtung objektiv und vergleichbar macht. Bei Rissen (BAB) erfasst Quantifizierung 1 die Breite in Millimetern, typischerweise kategorisiert als Haarriss (unter 1 mm), mittel (1–5 mm) oder breit (größer als 5 mm). Bei Deformation (BAA) wird die prozentuale Verringerung des Rohrquerschnitts erfasst — eine kritische bauliche Kenngröße. Bei Anschlüssen (BCA) gibt Quantifizierung 1 den Durchmesser der Seitenleitung in Millimetern an, während Quantifizierung 2 erfasst, wie weit der Anschluss in das Hauptrohr ragt. Bei Wurzeln (BBA) misst die Quantifizierung den prozentualen Querschnittsverlust durch Wurzelwachstum. Nicht jeder Hauptcode erfordert eine Quantifizierung; einige Beobachtungen wie Ungeziefer (BBF) oder die Inspektionsstartmarkierung (BDA) sind rein kategorisch.
Die vierte Schicht ist die Ortsangabe, ausgedrückt in zwei Dimensionen. Die Längsposition wird als Station erfasst — die Entfernung in Metern vom Startschacht (z. B. 14,3 m). Die Umfangsposition verwendet eine Uhrzeitreferenz von 1 bis 12, wobei 12 der Scheitel (Rohroberseite) und 6 die Sohle (Unterseite) ist. Ein Schaden, der sich von 10 Uhr bis 2 Uhr erstreckt, wird mit Uhrzeitbeginn = 10 und Uhrzeitende = 2 erfasst — was anzeigt, dass er sich über den Scheitel erstreckt. Dieses zweiachsige Ortungssystem lokalisiert jede Beobachtung im dreidimensionalen Raum innerhalb des Rohres und ermöglicht eine präzise Verfolgung der Schadensentwicklung über wiederholte Inspektionen.
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Stammdaten — Was vor der Kodierung erfasst wird
Bevor die TV-Kamera in das Rohr einfährt, erfasst der Bediener eine Reihe fester Attribute, die das zu inspizierende Bauwerk beschreiben. Diese Stammdaten bilden den Kontext für alle nachfolgenden Beobachtungen.
Jede Inspektionsfahrt wird durch einen Startschacht und einen Endschacht definiert — typischerweise zwei Schächte an beiden Enden des Rohrabschnitts. Der Bediener erfasst die Inspektionsrichtung (stromaufwärts, gegen die Fließrichtung; oder stromabwärts, mit der Fließrichtung), die bestimmt, wie Stationsentfernungen gemessen werden. Die Rohrform wird mit den Einzelbuchstaben-Codes der EN 13508-2 erfasst: A für kreisförmig, B für eiförmig, C für rechteckig, D für quadratisch, E für oval oder elliptisch, F für Hufeisen und Z für jedes andere Profil. Rohrabmessungen werden in Millimetern eingegeben — bei kreisförmigen Rohren ist nur die Höhe (Innendurchmesser) erforderlich, während nicht kreisförmige Formen sowohl Höhen- als auch Breitenmaße zur Definition der vollständigen Querschnittsgeometrie erfordern.
Das Rohrmaterial wird mit einem Einzelbuchstaben kodiert: A für Beton, B für Mauerwerk, C für Steinzeug, D für Faserzement, E für PVC, F für PE (Polyethylen) und weitere Codes bis Z für sonstige Materialien. Der Bediener erfasst auch, ob ein Lining vorhanden ist — dies ändert die Interpretation bestimmter Schadenscodes, da ein Riss in einem ausgekleideten Rohr eher auf Liningversagen als auf Schäden am Trägerrohr hinweisen kann. Witterungsbedingungen zum Zeitpunkt der Inspektion und etwaige Vorreinigungsmethoden (Hochdruckspülung, Spülung oder Seilzug) vervollständigen den Stammdatensatz. Diese Felder sind nicht nur administrativ: Sie beeinflussen direkt, wie nachgeschaltete Bewertungssoftware die Beobachtungscodes interpretiert. Eine 5-prozentige Deformation in einem starren Betonrohr ist baulich weitaus bedeutsamer als dieselbe Messung in einem flexiblen PE-Rohr.
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Dropdown-Auswahl für alle Hauptcodes, Charakterisierungen und Rohrattribute — direkt der Norm zugeordnet. Bediener wählen Codes aus strukturierten Menüs, anstatt dreibuchstabige Abkürzungen auswendig zu lernen.
Uhrzeitreferenz- und Stationserfassung
Umfangsposition (1–12) und Längsstation werden pro Beobachtung erfasst. Das Formular erzwingt aufsteigende Stationsreihenfolge gemäß der Sequenzierungsanforderung der Norm.
Foto- und Videoanhang pro Beobachtung
Verknüpfen Sie TV-Standbilder oder Videoclips direkt mit einzelnen Beobachtungssätzen. Prüfer sehen die visuellen Nachweise neben den kodierten Daten, ohne zwischen Systemen wechseln zu müssen.
Exportfertige Daten für Bewertungssoftware
Inspektionsdaten werden in strukturierten Formaten exportiert, die mit nachgeschalteten Zustandsbewertungstools wie DWA-M 149-2 oder RIONED kompatibel sind. Die kodierten Beobachtungen fließen direkt in Sanierungsplanungsworkflows ein.
Häufig gestellte Fragen
Was ist EN 13508-2?
EN 13508-2 ist die europäische Norm, die ein Kodiersystem für die visuelle Inspektion von Entwässerungsleitungen und Kanälen definiert. Sie stellt standardisierte dreibuchstabige Hauptcodes, Charakterisierungsbuchstaben und Quantifizierungsregeln zur Beschreibung von Schäden, Merkmalen und Zuständen bereit, die bei TV-Befahrungen beobachtet werden.
Vergibt EN 13508-2 Zustandsnoten?
Nein. EN 13508-2 ist streng genommen eine beschreibende Kodiernorm — sie definiert, wie Beobachtungen aufgezeichnet werden, nicht wie deren Schwere bewertet wird. Die Zustandsbewertung erfolgt durch separate nationale Methoden wie DWA-M 149-2 in Deutschland oder das RIONED-System in den Niederlanden, die die EN 13508-2-Codes zu numerischen Zustandsindizes verarbeiten.
Was ist der Unterschied zwischen EN 13508-1 und EN 13508-2?
EN 13508-1 behandelt die allgemeinen Anforderungen an Untersuchung und Beurteilung von Kanalsystemen, einschließlich Planung, Datenmanagement und Berichtsrahmen. EN 13508-2 definiert speziell das visuelle Inspektionskodiersystem — die dreibuchstabigen Codes, Charakterisierungen und Quantifizierungen, die Bediener bei TV- oder begehbaren Inspektionen verwenden.
Was bedeutet die Uhrzeitreferenz in EN 13508-2?
Die Uhrzeitreferenz beschreibt die Umfangsposition im Rohrquerschnitt anhand eines analogen Zifferblatts von 1 bis 12. Position 12 ist der Scheitel (Rohroberseite), 6 ist die Sohle, 3 ist die rechte Kämpferlinie und 9 die linke. Ein von Uhr 10 bis Uhr 2 erfasster Schaden erstreckt sich über den Scheitel.
Ist EN 13508-2 in Europa verpflichtend?
EN 13508-2 ist eine CEN-Norm, die in allen EU- und EFTA-Mitgliedstaaten als nationale Norm übernommen wurde — veröffentlicht als DIN EN 13508-2 in Deutschland, BS EN 13508-2 in Großbritannien und NEN-EN 13508-2 in den Niederlanden. Obwohl nicht immer gesetzlich vorgeschrieben, verlangen die meisten kommunalen Kanalnetzbetreiber ihre Anwendung bei öffentlich finanzierten Inspektionsprogrammen.
Wie verhält sich EN 13508-2 im Vergleich zu NASSCO PACP?
Beide Normen kodieren TV-Beobachtungen in Kanälen, unterscheiden sich aber strukturell. NASSCO PACP (in Nordamerika verwendet) vergibt direkt im Feld eine Zustandsnote von 1 bis 5. EN 13508-2 beschreibt nur Beobachtungen — die Bewertung erfolgt nachgelagert über nationale Methoden. PACP verwendet einen eigenen Codekatalog, während EN 13508-2 das BA/BB/BC/BD-Präfixsystem nutzt.
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