Die deutsche Fachrichtlinie fuer visuelle Baumkontrolle und Verkehrssicherheitspruefung.
Die FLL Baumkontrollrichtlinien 2020 sind die massgebliche deutsche Fachrichtlinie zur Erfuellung der Verkehrssicherungspflicht fuer Baeume. Sie bieten Kommunen, Baumeigentuemern und Baumpflegern ein standardisiertes visuelles Kontrollverfahren vom Boden aus, das Wurzeln, Stammfuss, Stamm und Krone abdeckt. Jede Kontrolle schliesst mit einer rechtlich verbindlichen Verkehrssicherheitseinschaetzung und, sofern erforderlich, verordneten Massnahmen und Folgeintervallen ab.

Was ist FLL Baumkontrolle?
Die FLL Baumkontrollrichtlinien 2020 sind die deutsche Fachrichtlinie fuer die visuelle Baumkontrolle zur Ueberpruefung der Verkehrssicherheit. Sie definieren ein systematisches Verfahren zur Sichtkontrolle vom Boden aus, das Wurzeln, Stamm und Krone erfasst, Defektsymptome nach Zonen klassifiziert und Kontrollintervalle ueber eine Matrix aus Sicherheitserwartung, Entwicklungsphase und Schaedigungsgrad bestimmt.
- Vollständiger Name
- Richtlinien fuer Baumkontrollen zur Ueberpruefung der Verkehrssicherheit
- Herausgeber
- FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau)
- Aktuelle Fassung
- Ausgabe 2020
Vitalitaetsbewertung: Roloff-Skala und Schaedigungsgrad
Die FLL-Kontrolle beginnt mit der Klassifizierung des physiologischen Zustands des Baumes anhand zweier ergaenzender Skalen: Roloffs Vitalitaetsstufen und dem FLL-Schaedigungsgrad.
Die FLL Baumkontrolle verwendet die Vitalitaetsklassifikation nach Roloff (Vitalitaetsstufen) zur Beurteilung der physiologischen Kapazitaet eines Baumes. Die Skala reicht von Stufe 0 (Exploration) fuer optimale Vitalitaet mit kraeftigem Triebwachstum und dichter Belaubung, ueber Stufe 1 (Degeneration) mit leicht zerfranster Kronenperipherie, Stufe 2 (Stagnation) mit sichtbaren Luecken und buerstenartigen Kurztriebketten, bis zu Stufe 3 (Resignation) mit starkem Absterben und Strukturverlust. Die fuenfte Option, Abgestorben, vervollstaendigt die Skala fuer Baeume ohne verbleibende physiologische Aktivitaet. Die Vitalitaetsstufe ist nicht nur ein Gesundheitsindikator, sondern fliesst direkt in die Intervallberechnung ein: Ein Baum der Stufe 2 oder 3 erfordert kuerzere Kontrollzyklen, da seine Faehigkeit zur Bildung von Kompensationsholz vermindert ist.
Neben der Vitalitaet erfasst der Kontrolleur den Schaedigungsgrad, eine dreistufige Klassifikation der strukturellen Integritaet des Baumes. "Gesund / Leicht geschaedigt" kennzeichnet einen Baum ohne bedeutende strukturelle Beeintraechtigungen. "Staerker geschaedigt" beschreibt Baeume mit vorhandenen Defekten, die Ueberwachung erfordern. "Nachhaltig geschaedigt" identifiziert Baeume mit irreversiblem strukturellem Schaden, bei denen in der Regel sofortige Massnahmen oder eingehende Untersuchungen angezeigt sind. Im Formular waehlt der Kontrolleur aus diesen drei Optionen im Feld Schaedigungsgrad. Dieser Schaedigungsgrad bestimmt zusammen mit der Sicherheitserwartung und der Entwicklungsphase den naechsten Kontrolltermin ueber die FLL-Intervallmatrix.
| Stufe | Deutsch | Englisch | Kronenindikatoren |
|---|---|---|---|
| 0 | Exploration | Optimal | Kraeftiger Triebzuwachs, dichte Belaubung bis zur aeusseren Peripherie, kein Absterben. Volle Faehigkeit zur Reparaturholzbildung. |
| 1 | Degeneration | Leicht geschwaecht | Leicht zerfranste Kronenperipherie, charakteristische "Spiess"-Triebe sichtbar, geringfuegiger Belaubungsrueckgang. |
| 2 | Stagnation | Geschwaecht | Sichtbare Luecken in der Krone, buerstenartige Kurztriebketten, Blattverlust von innen nach aussen. |
| 3 | Resignation | Schwer geschaedigt | Grosse Luecken, Absterben von Kronenteilen, deutlicher Strukturverlust, kein nennenswerter Triebzuwachs. |
| Tot | Abgestorben | Tot | Vollstaendiges Erloeschen physiologischer Aktivitaet. Keine Faehigkeit zur strukturellen Selbstreparatur. |
Die Vitalitaet beeinflusst direkt die Kontrollintervall-Matrix: Baeume ab Stufe 2 mit Strukturdefekten erfordern verkuerzte Kontrollzyklen.
Zonenbasierte Maengelerfassung: Der FLL-Symptomkatalog
Die FLL-Ausgabe 2020 ordnet alle Defektsymptome vier anatomischen Baumzonen zu und schafft damit einen systematischen Kontrollablauf von Kopf bis Fuss, der sicherstellt, dass kein Bereich uebersehen wird.
Der FLL-Defektkatalog unterscheidet diesen Standard von weniger strukturierten Baumkontrollansaetzen. Statt eines Freitextfeldes schreibt die FLL eine standardisierte Liste von Defektsymptomen (Defektsymptome) vor, die der Kontrolleur pro Zone auswaehlt. Jeder Defekt wird mit Zone, spezifischem Symptom, Ausspraegungsbeschreibung, Handlungsbedarf und fotografischer Dokumentation erfasst. Diese wiederholbare Struktur ermoeglicht es, dass ein einzelner Baum mehrere gleichzeitige Defekte in verschiedenen Zonen aufweist, was die Realitaet widerspiegelt, dass ein Baum oft Wurzelfaeule neben Kronentotholz oder Stammhoehlen in Kombination mit Rindenschaeden zeigt. Im digitalen Formular ist die Maengelerfassung als wiederholbare Gruppe implementiert: Der Kontrolleur fuegt pro beobachtetem Defekt einen Eintrag hinzu, waehlt die Zone aus einem Dropdown (Wurzel/Umfeld, Stammfuss/Wurzelanlauf, Stamm, Krone), dann das spezifische Symptom aus der standardisierten Liste, gefolgt von einer Freitext-Ausspraegungsbeschreibung und dem obligatorischen Handlungsbedarf-Schalter.
Wurzel & Umfeld
Die Wurzelzoneninspektion umfasst den Boden rund um den Baum und das sichtbare Wurzelsystem. Wichtige Symptome sind Bodenrisse, die vom Stammfuss ausstrahlen und auf eine moegliche Wurzeltellerbewegung unter Windlast hinweisen. Mechanischer Wurzelschaden durch Bautaetigkeit oder Fahrzeuge beeintraechtigt die Verankerung. Pilzfruchtkoerper auf Wurzelebene, insbesondere Meripilus giganteus oder Armillaria-Arten, bestaetigen aktive biologische Zersetzung. Wurzelhalsfaeule ist besonders kritisch, da sie den strukturellen Uebergang zwischen Wurzelsystem und Stamm angreift. Die FLL-Ausgabe 2020 erweitert den Geltungsbereich ausdruecklich auf Baeume in raeumlichen Bestaenden (z. B. Waldraender entlang von Strassen) und erkennt an, dass Wurzelkonkurrenz und Kroneninteraktionen spezifische Versagensmuster erzeugen.
Stammfuss & Wurzelanlauf
Die Stammfusszone konzentriert sich auf den ersten Meter ueber dem Boden, wo die strukturelle Lastaufnahme von den Wurzeln zum Stamm uebergeht. Hier konzentrieren sich viele kritische Defekte. Rindenschaeden und Nekrosen reduzieren den funktionalen Splintholzquerschnitt. Hoehlungen am Stammfuss sind strukturell bedeutsamer als hoeher gelegene, da sie den Biegewiderstand genau dort verringern, wo das Biegemoment aus Windbelastung am groessten ist. Faeule in dieser Hoehe deutet oft auf wurzelverbundene Pilzpathogene hin, die aufwaerts wandern. Anfahrschaeden sind bei Strassenbaeumen haeufig und schaffen Eintrittspforten fuer Faeuleorganismen.
Stamm
Die Stammzone umfasst den Hauptstamm vom Wurzelanlauf bis zu den ersten grossen Gerueasten. Rissbildung, laengs und quer, kann auf Frostschaeden, inneres Zugholzversagen oder fortschreitende strukturelle Spaltung hinweisen. Zwiesel (Druckzwiesel) mit eingewachsener Rinde bilden eine Strukturschwaeche, bei der keiner der Staemmlinge ausreichend gestuetzt ist und die sich mit zunehmendem Kronengewicht verschlechtert. Schiefstand wird daraufhin beurteilt, ob er historisch (durch Reaktionsholz kompensiert) oder akut (auf Wurzelversagen hindeutend) ist. Pilzfruchtkoerper am Stamm signalisieren oft etablierte Faeulensaeulen, die sich ueber mehrere Meter erstrecken.
Krone
Kronendefekte werden vom Boden aus mit Fernglas oder visueller Abtastung beurteilt. Totholz ueber Verkehrsbereichen ist einer der haeufigsten Ausloesser fuer Sofortmassnahmen, da tote Aeste ohne Vorwarnung fallen koennen. Astausbruch und Haenger sind bestehende Sturzgefahren. Wipfelduerre, bei der die Baumspitze fortschreitend abstirbt, signalisiert schweren physiologischen Stress, oft verbunden mit Trockenheit oder Wurzelschaeden. Efeu und andere Kletterpflanzen (Baumfremder Bewuchs) behindern die Sichtkontrolle und muessen vor einer gruendlichen Beurteilung entfernt werden. Defekte Kronensicherungen erfordern sofortige Aufmerksamkeit, da sie zur Minderung eines bekannten Risikos installiert wurden.
Die FLL Baumkontrollrichtlinien 2020 werden herausgegeben von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL). Fuer kommunale Umsetzungshinweise bietet die Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) ergaenzende Ressourcen zum staedtischen Baummanagement.
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Die FLL-Kontrollintervall-Matrix
Die FLL 2020 bestimmt die Kontrollhaeufigkeit durch eine Drei-Faktoren-Matrix, die das oeffentliche Risikoexposure gegen den strukturellen Zustand des Baumes abwaegt.
Die FLL-Kontrollintervall-Matrix ist eines der markantesten Merkmale der Richtlinie und eines, das Kontrolleure haeufig nachschlagen. Statt einen festen Jahreszyklus fuer alle Baeume vorzuschreiben, erkennt die FLL an, dass Kontrollressourcen dort konzentriert werden sollten, wo das Risiko am hoechsten ist. Die Matrix kombiniert drei Eingaben: Sicherheitserwartung (Berechtigte Sicherheitserwartung), die die Verkehrsbelastung um den Baum als Hoch (A), Mittel (B) oder Gering (C) klassifiziert; Entwicklungsphase, die zwischen Jugendphase, Reifephase und Altersphase unterscheidet; und den bei der Kontrolle festgestellten Schaedigungsgrad.
Fuer einen Baum in der Reifephase an einem stark frequentierten Standort wie einer Schule oder Hauptstrasse (Sicherheitserwartung A), der als Gesund oder Leicht geschaedigt eingestuft wird, betraegt das Intervall 1 Jahr. Derselbe Baum in einer mittel frequentierten Wohnstrasse (B) kann ein 1-bis-2-Jahres-Intervall erreichen. In einer gering frequentierten Feldwegumgebung (C) verlaengern sich die Intervalle auf 2 bis 3 Jahre. Sobald der Schaedigungsgrad auf "Staerker geschaedigt" ansteigt, verkuerzt sich das Intervall auf 1 Jahr unabhaengig von der Verkehrsbelastung. Bei "Nachhaltig geschaedigt" sinkt das Intervall auf 6 Monate oder der Baum wird zur Faellung empfohlen. Baeume in der Jugendphase erfordern generell nur Kontrollen fuer den Erziehungsschnittbedarf, keine vollstaendige Sicherheitsbewertung, es sei denn, sie zeigen Schaeden. Das Feld Naechste Kontrolle im Formular erfasst die Festlegung des Kontrolleurs mit Optionen von halbjaehrlich bis 3-Jahres-Intervallen sowie einer speziellen Option "Nach Massnahme" fuer Baeume, die auf Sanierungsmassnahmen warten.
| Sicherheitserwartung | Gesund / Leicht geschaedigt | Staerker geschaedigt | Nachhaltig geschaedigt |
|---|---|---|---|
| A: Hoch (Schulen, Hauptstrassen) | 1 Jahr | 1 Jahr | 6 Monate (oder Faellung) |
| B: Mittel (Wohnstrassen) | 1-2 Jahre | 1 Jahr | 6 Monate |
| C: Gering (Feldwege) | 2-3 Jahre | 1 Jahr | 6 Monate |
Baeume in der Jugendphase erfordern generell nur Kontrollen fuer den Erziehungsschnitt, keine vollstaendige Sicherheitsbewertung, es sei denn, sie zeigen Schaeden.
Massnahmen, Dringlichkeit und Eingehende Untersuchung
Jede FLL-Kontrolle schliesst mit einer rechtlich verbindlichen Verkehrssicherheitseinschaetzung und, bei festgestellten Defekten, verordneten Massnahmen mit zugewiesener Dringlichkeit ab.
Der Abschnitt Massnahmen und Ergebnis bildet den rechtlichen Abschluss der FLL-Kontrolle. Der Kontrolleur muss eine eindeutige Feststellung treffen: Ist der Baum verkehrssicher oder nicht? Dieses binaere Urteil hat rechtliches Gewicht nach deutschem Zivilhaftungsrecht. Ein "Ja" bestaetigt, dass der Baumeigentuemer zum Zeitpunkt der Kontrolle seiner Verkehrssicherungspflicht nachgekommen ist. Ein "Nein" loest obligatorische Folgemassnahmen aus. Ist die Sichtkontrolle nicht schluessig, bietet die Richtlinie einen dritten Weg: die Ausloesung einer Eingehenden Untersuchung mit instrumentellen Methoden.
Das Formular bietet einen standardisierten Massnahmenkatalog gemaess ZTV Baumpflege, den deutschen technischen Vertragsbedingungen fuer Baumpflege. Verfuegbare Massnahmen umfassen Totholzentfernung, Lichtraumprofilschnitt zur Wiederherstellung des Verkehrsraumprofils, Kronenpflege, Kroneneinkuerzung zur Reduzierung der Windlast bei geschwaechtem Stamm, Kronensicherungseinbau bei Zwieseln, Faellung fuer nicht mehr sanierbare Baeume und Efeu-Entfernung zur Wiederherstellung der Inspektionssicht. Jede verordnete Massnahme erhaelt eine Dringlichkeitsklassifikation: "Gefahr im Verzug / Sofort" fuer Zustaende mit akuter oeffentlicher Gefaehrdung, "Dringend / Zeitnah" fuer kurzfristiges Handeln, "Mittelfristig", "Langfristig" oder "Turnusgemaess" zur Einbindung in geplante Pflegezyklen.
Wenn die Sichtkontrolle innere Defekte vermuten laesst, deren Ausmass jedoch nicht bestaetigen kann, markiert der Kontrolleur den Baum fuer eine Eingehende Untersuchung und waehlt die geeignete Diagnosemethode. Bohrwiderstandsmessung erzeugt ein Dichteprofil des Holzquerschnitts und zeigt Faeule-Taschen und Hoehlungen. Schalltomographie kartiert innere Hohlraeume durch Messung der Schallwellen-Laufzeiten zwischen Sensoren am Stamm. Zugversuche simulieren Windbelastung zur Beurteilung der Wurzelverankerung. Hubsteiger-Inspektion bietet Zugang zu Kronendefekten, die vom Boden nicht erreichbar sind. Artenschutzuntersuchungen werden ausgeloest, wenn Hoehlungen gesetzlich geschuetzte Arten wie Fledermaeuse oder nistende Voegel beherbergen koennten.
Fuer einen biomechanischen Ansatz der Baumbeurteilung, der von visuellen Symptomen zur instrumentellen Pruefung fortschreitet, siehe den VTA Mattheck Baumkontrolle-Leitfaden. Alle verfuegbaren Inspektionsstandards finden Sie in der Normenbibliothek.
Häufig gestellte Fragen
Was ist FLL Baumkontrolle?
FLL Baumkontrolle (Baumkontrollrichtlinien 2020) ist die deutsche Fachrichtlinie fuer die visuelle Baumkontrolle zur Ueberpruefung der Verkehrssicherheit. Sie definiert eine systematische Sichtkontrolle vom Boden aus fuer Wurzeln, Stamm und Krone, klassifiziert Defektsymptome nach Zonen und bestimmt Kontrollintervalle anhand von Sicherheitserwartung, Entwicklungsphase und Schaedigungsgrad.
Wie funktioniert die FLL-Kontrollintervall-Matrix?
Die FLL-Intervallmatrix kombiniert drei Faktoren: Sicherheitserwartung (hohe, mittlere oder geringe Verkehrsbelastung), Entwicklungsphase (Jugend-, Reife- oder Altersphase) und Schaedigungsgrad (Gesund, Staerker geschaedigt oder Nachhaltig geschaedigt). Baeume mit hoher Frequentierung und schweren Schaeden erfordern Kontrollen alle 6 Monate, waehrend gering frequentierte gesunde Baeume einem 2-bis-3-Jahres-Zyklus folgen koennen.
Was ist der Unterschied zwischen FLL Baumkontrolle und VTA?
FLL Baumkontrolle ist eine regulatorische Richtlinie, die die Mindestanforderungen fuer die visuelle Routine-Baumkontrolle in Deutschland festlegt. VTA (Visuelle Baumkontrolle nach Mattheck) ist eine biomechanische Diagnosemethode, die eingesetzt wird, wenn die Sichtkontrolle Symptome identifiziert, die eine tiefere Analyse erfordern. Die FLL definiert, wann kontrolliert wird; VTA liefert die Werkzeuge fuer die eingehende Untersuchung.
Ist FLL Baumkontrolle in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben?
Obwohl die FLL selbst kein Gesetz ist, gilt sie als anerkannte Fachrichtlinie zur Erfuellung der Verkehrssicherungspflicht nach deutschem Zivilhaftungsrecht. Gerichte verweisen regelmaessig auf die FLL-Richtlinien, um zu beurteilen, ob ein Baumeigentuemer seiner Pflicht nachgekommen ist. Die Befolgung der FLL ist daher fuer Kommunen und Hausverwalter faktisch obligatorisch.
Welche Defektsymptome erfasst die FLL 2020?
Die FLL 2020 bietet einen standardisierten Symptomkatalog geordnet nach vier Baumzonen: Wurzel/Umfeld (Bodenrisse, Wurzelschaeden, Pilze), Stammfuss (Rindenschaeden, Hoehlungen, Faeule), Stamm (Risse, Zwiesel, Schiefstand) und Krone (Totholz, Astausbruch, Wipfelduerre, Efeu). Jeder Defekt wird mit Auspraegung und Handlungsbedarf erfasst.
Wann wird eine Eingehende Untersuchung ausgeloest?
Eine Eingehende Untersuchung wird ausgeloest, wenn die visuelle Kontrolle vom Boden innere Defekte vermuten laesst, deren Ausmass jedoch nicht bestaetigen kann. Methoden umfassen Bohrwiderstandsmessung fuer Dichteprofile, Schalltomographie fuer Hohlraumkartierung, Zugversuche fuer Wurzelverankerung, Hubsteiger-Inspektion und Artenschutzuntersuchungen fuer gesetzlich geschuetzte Fauna.
Welche Qualifikationen werden fuer FLL-Baumkontrollen benoetigt?
FLL-Kontrollen sollten von ausgebildeten Baumpflegern, zertifizierten Baumkontrolleuren oder Personen mit gleichwertigem Wissen ueber Baumbiologie und -biomechanik durchgefuehrt werden. Die FLL empfiehlt dokumentierte Schulungen, und viele deutsche Kommunen verlangen das FLL-Zertifikat Baumkontrolle oder gleichwertige Zertifizierungen anerkannter Schulungsanbieter.
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