Die internationale Norm zur Inspektion und Konformitaetspruefung taktiler Bodenindikatoren (TWSIs).
ISO 23599:2019 ist die massgebliche internationale Norm fuer Gestaltung, Abmessungen und Installation taktiler Bodenindikatoren. Herausgegeben von der Internationalen Organisation fuer Normung (ISO), definiert sie Inspektionskriterien fuer zwei verschiedene Indikatortypen: Aufmerksamkeitsfelder (abgestumpfte Noppen) zur Warnung vor Gefahren und Entscheidungspunkten sowie Leitstreifen (laengliche Rippen) zur Richtungsanzeige. Die Norm kombiniert praezise Dimensionsmetrologie mit visueller Kontrastpruefung und physischer Zustandsbewertung, um sicherzustellen, dass Indikatoren mit dem Blindenstock und unter dem Fuss erkennbar sind, ohne Stolperfallen fuer mobilitaetseingeschraenkte Personen darzustellen. Weltweit angewandt bietet ISO 23599 einen universellen Konformitaetsrahmen fuer barrierefreie Fussgaengerinfrastruktur.

Was ist ISO 23599?
ISO 23599:2019 (Hilfsmittel fuer blinde und sehbehinderte Menschen) ist die internationale Norm zur Inspektion taktiler Bodenindikatoren (TWSIs). Inspektoren pruefen Masshaltigkeit, visuellen Kontrast ueber 30% und den physischen Zustand auf einer Skala von 1 bis 5 fuer sichere eigenstaendige Mobilitaet sehbehinderter Menschen.
- Vollständiger Name
- Hilfsmittel fuer blinde und sehbehinderte Menschen — Taktile Bodenindikatoren (ISO 23599:2019)
- Herausgeber
- ISO (Internationale Organisation fuer Normung)
- Aktuelle Fassung
- ISO 23599:2019
Indikatortypen und Installationskonfigurationen
ISO 23599 definiert zwei funktional unterschiedliche Indikatortypen und drei Installationsmethoden mit jeweils spezifischen Anforderungen an Abmessungen und Inspektionskriterien.
ISO 23599 unterscheidet zwischen zwei TWSI-Typen basierend auf ihrer Funktion im Fussgaengerumfeld. Aufmerksamkeitsfelder verwenden abgestumpfte Noppen (auch Blistersteine oder taktile Warnflaechen genannt), die in einem Raster angeordnet sind, um Fussgaenger vor Gefahren, Entscheidungspunkten oder Richtungsaenderungen zu warnen. Typische Einsatzorte sind Bahnsteigkanten, Treppen, Fussgaengeruebergaenge und Uebergaenge von Fussgaengerzonen zu Fahrbereichen. Das Noppenprofil muss mit dem Blindenstock durch sein erhabenes taktiles Profil und gleichzeitig mit der Fusssohle durch die Texturveraenderung erkennbar sein.
Leitstreifen verwenden laengliche Rippen (auch Richtungsindikatoren oder Rippenplatten genannt), die parallel zur vorgesehenen Gehrichtung ausgerichtet sind. Diese Rippen erzeugen einen linearen taktilen Pfad, dem Stock oder Fuss ueber offene Flaechen folgen koennen, wo keine anderen Orientierungshilfen existieren, wie grosse Plaetze, breite Gehwege oder Transitbereiche. ISO 23599 schreibt vor, dass Leitrippen mindestens 270 mm lang sein muessen fuer zuverlaessige Erkennung. Die Norm definiert ausserdem drei Installationskonfigurationen: Integrierte Installationen verwenden vorgefertigte Pflastersteine oder Fliesen mit werkseitig geformtem taktilen Profil; Diskrete Installationen befestigen einzelne Edelstahl- oder Polymernoppen und -rippen auf bestehenden Oberflaechen; Aufgeklebte Installationen verwenden Klebematten oder Nachruestfolien. Jede Methode weist unterschiedliche Versagensmodi auf, die Inspektoren bewerten muessen.
Fuer die deutsche nationale Umsetzung der Anforderungen an taktile Bodenleitsysteme siehe den DIN 18040 Barrierefreiheitsstandard.
Metrologische Anforderungen nach ISO 23599 Abschnitt 5.1
Der Kern der ISO 23599-Konformitaet ist die praezise Ueberpruefung von Elementhoehe, Kopfbreite, Fussbreite und Achsabstand gegen veroeffentlichte Toleranzbereiche.
ISO 23599 legt strenge Masstoleranzen fest, die sicherstellen, dass taktile Indikatoren zuverlaessig erkennbar sind, ohne Stolpergefahren zu erzeugen. Die Elementhoehe muss fuer alle TWSI-Typen zwischen 4,0 mm und 5,0 mm liegen. Eine Hoehe unter 4,0 mm macht den Indikator unter dem Fuss nicht erkennbar, waehrend eine Hoehe ueber 5,0 mm ein Stolperrisiko fuer Rollstuhlfahrer, Personen mit Gehhilfen und Rollkoffer darstellt. Fuer glatte Innenboeden wird 4,0 mm als bevorzugte Hoehe empfohlen. Die Kopfbreite oder der Durchmesser jeder Noppe oder Rippe wird an der obersten Flaeche gemessen. Fuer Aufmerksamkeitsfelder (abgestumpfte Noppen) liegt der zulaessige Bereich bei 12 mm bis 25 mm. Fuer Leitstreifen (laengliche Rippen) ist der Bereich mit 17 mm bis 30 mm breiter, was den unterschiedlichen taktilen Erkennungsmechanismus widerspiegelt.
Das Verhaeltnis zwischen Kopf- und Fussmassen wird durch eine feste Formel bestimmt: Die Fussbreite muss gleich der Kopfbreite plus 10 mm sein, mit einer Toleranz von plus oder minus 1 mm. Dieser kontrollierte Konuswinkel gewaehrleistet eine konsistente Stockerkennung ueber alle Hersteller und Materialien hinweg. Der Achsabstand haengt vom gewaehlten Kopfdurchmesser ab. ISO 23599 veroeffentlicht eine Validierungstabelle, die jeden Kopfdurchmesser einem zulaessigen Abstandsbereich zuordnet. Beispielsweise erfordert eine Noppe mit 12 mm Kopfdurchmesser einen Abstand zwischen 42 mm und 61 mm, waehrend eine 25-mm-Noppe einen Abstand zwischen 55 mm und 70 mm benoetigt. Dieser variable Abstand stellt sicher, dass die raeumliche Frequenz taktiler Elemente unabhaengig von der Noppengroesse im wahrnehmbaren Bereich des menschlichen Fusses bleibt.
| Parameter | Min (mm) | Max (mm) | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Elementhoehe (h) | 4,0 | 5,0 | 4,0 mm bevorzugt fuer glatte Innenboeden |
| Kopfdurchmesser (d1) | 12 | 25 | Aufmerksamkeitsfelder (Noppen) |
| Kopfbreite (d1) | 17 | 30 | Leitstreifen (Rippen) |
| Fussdurchmesser (d2) | d1 + 9 | d1 + 11 | Feste Konizitaet: d1 + 10 ± 1 mm |
| Abstand (d1 = 12 mm) | 42 | 61 | Achsabstand |
| Abstand (d1 = 15 mm) | 45 | 63 | Achsabstand |
| Abstand (d1 = 20 mm) | 50 | 68 | Achsabstand |
| Abstand (d1 = 25 mm) | 55 | 70 | Achsabstand |
| Leitrippenllaenge | 270 | — | Minimum fuer zuverlaessige Erkennung |
Masswerte aus ISO 23599:2019 Tabelle 1 und Abschnitt 5.1. Fussdurchmesser nach Formel d2 = d1 + 10 ± 1 mm. Abstandsbereiche sind spezifisch fuer den gewaehlten Kopfdurchmesser.
Leuchtdichtekontrast-Pruefung mittels LRV-Messungen
ISO 23599 schreibt einen Mindestleuchtdichtekontrast von 30% zwischen dem TWSI und der angrenzenden Oberflaeche vor, ueberprueft durch Lichtreflexionswert-Messungen.
Der visuelle Kontrast ist die zweite kritische Konformitaetsachse in ISO 23599, die sicherstellt, dass Indikatoren fuer sehbehinderte Personen sichtbar sind, die nicht auf taktile Stockerkennung angewiesen sind. Die Norm verlangt einen Mindestkontrast von 30% zwischen der TWSI-Oberflaeche und der unmittelbar angrenzenden Bodenoberflaeche. Dieser Schwellenwert wurde durch Humanfaktoren-Forschung festgelegt, die zeigt, dass Kontrast unter 30% bei Personen mit mittlerer bis schwerer Sehbeeintraechtigung unzuverlaessig wird, insbesondere bei wechselnden Lichtverhaeltnissen. Zur Kontrastberechnung messen Inspektoren den Lichtreflexionswert (LRV) beider Oberflaechen. Der LRV des TWSI (bezeichnet als Y1) und der LRV der angrenzenden Oberflaeche (bezeichnet als Y2) werden in die Kontrastformel eingesetzt. Die am haeufigsten verwendete Formel ist: Kontrast = (Y2 - Y1) / ((Y1 + Y2) / 2) mal 100, als Prozentsatz ausgedrueckt.
Im Inspektionsformular waehlt der Inspektor die TWSI-Farbe aus vordefinierten Optionen einschliesslich Signalgelb, Weiss, Schwarz, Rot (beschraenkt auf bestimmte kontrollierte Uebergaenge), Edelstahl (natuerliche Oberflaeche) und Andere. Die LRV-Werte Y1 und Y2 werden mit einem Photometer im Feld oder einem Kolorimeter im Labor gemessen, und der berechnete Kontrastprozentsatz wird zusammen mit einer Kontrastkonformitaetsbestimmung als Konform (ueber 30%) oder Nicht-konform (unter 30%) erfasst. Signalgelb auf dunklem Asphalt erreicht typischerweise Kontrastwerte von 60% oder hoeher. Der Kontrast kann jedoch im Laufe der Zeit erheblich abnehmen, wenn Oberflaechen verschmutzen, durch UV-Einwirkung verblassen oder fleckig werden. Edelstahlindikatoren auf hellem Beton koennen anfangs nahe der 30%-Schwelle liegen und durch Betonaufhellung darunter fallen. Regelmaessige Kontrastnachmessung ist daher ein Kernbestandteil der laufenden TWSI-Wartungsinspektion.
Fuer umfassende Barrierefreiheitskonformitaet einschliesslich taktiler Anforderungen im US-Kontext siehe den ADA Barrierefreiheitsstandard.
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Die 1-bis-5 Zustandsbewertungsskala fuer TWSIs
Die Zustandsbewertung erzeugt eine fuenfstufige Bewertung von 1 (Sehr gut) bis 5 (Sehr schlecht), die den physischen Zustand und Sicherheitsstatus der installierten Indikatoren quantifiziert.
Die ISO 23599-Konformitaetsinspektion geht ueber die anfaengliche Dimensionspruefung hinaus zur laufenden Zustandsbewertung installierter Indikatoren. Das Inspektionsformular verwendet eine fuenfstufige Zustandsskala, wobei 1 fuer Sehr gut steht (neuer oder neuwerter Zustand ohne sichtbare Maengel, strenge Toleranzeinhaltung, Kontrast ueber 60%) und 5 fuer Sehr schlecht (unmittelbare Sicherheitsgefahr mit Austauschbedarf, anhebende Abschnitte, mehr als 10% fehlende Elemente oder flach abgenutztes taktiles Profil). Note 2 (Gut) zeigt leichten Verschleiss wie Schrammen, aber alle Elemente vorhanden und sicher. Note 3 (Befriedigend) signalisiert maessigen Verschleiss, bei dem Oberflaechen leicht poliert oder verblasst sein koennen mit Kontrast nahe 30%, aber das taktile Profil funktionsfaehig bleibt. Note 4 (Schlecht) bezeichnet erhebliche Maengel einschliesslich Noppen unter 3 mm oder ueber 5 mm, fehlende Elemente unter 10% und beeintraechtigter Kontrast. Die Noten 1 und 2 erfordern nur Routineueberwachung, Note 3 erhoehte Inspektionshaeufigkeit, Note 4 geplante Sanierung und Note 5 sofortige Massnahmen.
| Note | Zustand | Beschreibung | Erforderliche Massnahme |
|---|---|---|---|
| 1 | Sehr gut (Neu) | Keine Maengel, strenge Toleranzeinhaltung, Kontrast >60% | Nur Routineueberwachung |
| 2 | Gut (Befriedigend) | Leichte Schrammen, alle Elemente vorhanden und sicher, Kontrast >30% | Routineueberwachung |
| 3 | Befriedigend (Beobachten) | Maessiger Verschleiss, leichte Politur/Verblassung, Kontrast nahe 30% | Erhoehte Inspektionshaeufigkeit |
| 4 | Schlecht (Handlungsbedarf) | Noppen unter 3 mm oder ueber 5 mm, fehlende Elemente <10%, geringer Kontrast | Geplante Sanierung |
| 5 | Sehr schlecht (Gefahr) | Anhebende Abschnitte, fehlende Elemente >10%, flaches Profil nicht erkennbar | Sofortiger Austausch |
Zustandsbewertungen beruecksichtigen Masshaltigkeit, visuellen Kontrast, taktile Erkennbarkeit und Sicherheitsgefaehrdung. Note 4 oder 5 loest obligatorische Fotodokumentation aus.
Primaere Schadensarten und ihre Auswirkung auf die Erkennbarkeit
Die Inspektion identifiziert sechs unterschiedliche Schadenskategorien mit jeweils spezifischen Auswirkungen auf taktile Erkennbarkeit, visuellen Kontrast und Fussgaengersicherheit.
Was die TWSI-Schadensklassifizierung im Vergleich zu allgemeinen Fahrbahn- oder Gebaeudeinspektionen einzigartig macht, ist die doppelte Sicherheitsbetrachtung: Jeder Schaden muss sowohl hinsichtlich seiner Auswirkung auf die Erkennbarkeit (funktioniert der Indikator noch als Orientierungshilfe fuer blinde Personen?) als auch hinsichtlich seiner Auswirkung auf die Mobilitaetssicherheit (erzeugt der Schaden eine Stolper- oder Rutschgefahr fuer koerperlich behinderte Personen?) bewertet werden. Das ISO 23599-Inspektionsformular erfasst den Primaerschaden aus sechs Kategorien. Fehlende oder Abgeloeste Elemente ist der kritischste Erkennbarkeitsausfall, bei dem einzelne Noppen oder Rippen sich vom Untergrund geloest haben und Luecken im taktilen Feld erzeugen. Dieser Schaden ist besonders haeufig bei Diskreten Installationen, wo mechanische Verankerungen korrodieren oder Klebverbindungen versagen. Bei mehr als 10% fehlenden Elementen wird die Installation als Sehr schlecht bewertet, da das verbleibende Muster zu spaerlich fuer zuverlaessige Stockerkennung sein kann.
Gerissene oder Gebrochene Einheiten betreffen Integrierte Installationen, wo Beton- oder Keramikfliesen brechen und potenziell scharfe Kanten erzeugen bei gleichzeitiger Reduzierung der Profilhoehe. Anhebung oder Stolpergefahr entsteht, wenn aufgeklebte Matten sich an den Raendern abloesen oder Untergrundabsenkungen die TWSI-Platte ueber die umgebende Oberflaeche hinaus um mehr als 5 mm anheben. Dieser Schadenstyp ist besonders gefaehrlich, da die Indikatoren, die zur Verbesserung der Barrierefreiheit gedacht sind, selbst zum Hindernis werden koennen. Abgenutzte oder Polierte Oberflaechen verringern sowohl die taktile Erkennbarkeit (das Noppenprofil flacht unter die kritische 4-mm-Schwelle ab) als auch die Rutschfestigkeit. Geringer Visueller Kontrast durch Verschmutzung, UV-Verblassung oder Oberflaechenflecken beeintraechtigt die Erkennbarkeit fuer Sehbehinderte auch bei intaktem taktilem Profil. Das Feld Rutschfestigkeitspruefung erfasst eine separate Bestanden-/Nicht-bestanden-Bewertung der Nassreibungseigenschaften.
Die vollstaendige Norm ISO 23599 ist erhaeltlich ueber die ISO Online Browsing Platform. Fuer umfassende Ressourcen zur weltweiten Umsetzung taktiler Bodenleitsysteme siehe die Richtlinien der Weltblindenunion zur Barrierefreiheit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ISO 23599?
ISO 23599:2019 ist die internationale Norm fuer taktile Bodenindikatoren (TWSIs) zur Unterstuetzung blinder und sehbehinderter Personen. Sie definiert Masstoleranzen, Anforderungen an den visuellen Kontrast und Installationsspezifikationen fuer Aufmerksamkeitsfelder (Noppen) und Leitstreifen (Rippen) im Fussgaengerbereich.
Wie hoch ist der Mindestkontrastwert fuer taktile Bodenindikatoren nach ISO 23599?
ISO 23599 verlangt einen Mindestleuchtdichtekontrast von 30% zwischen der TWSI-Oberflaeche und dem angrenzenden Boden. Der Kontrast wird aus Lichtreflexionswerten (LRV) beider Oberflaechen berechnet. Signalgelb auf dunklem Asphalt uebersteigt typischerweise 60%, waehrend Edelstahl auf hellem Beton an der 30%-Schwelle liegen kann.
Wie hoch muessen die Noppen nach ISO 23599 sein?
Taktile Elemente muessen eine Hoehe zwischen 4,0 mm und 5,0 mm aufweisen. Hoehen unter 4,0 mm sind unter dem Fuss nicht erkennbar, waehrend Hoehen ueber 5,0 mm Stolpergefahren fuer Rollstuhlfahrer und Personen mit Gehhilfen darstellen. Fuer glatte Innenboeden wird 4,0 mm bevorzugt.
Was ist der Unterschied zwischen Aufmerksamkeitsfeldern und Leitstreifen?
Aufmerksamkeitsfelder verwenden abgestumpfte Noppen in Rasteranordnung zur Warnung vor Gefahren wie Bahnsteigkanten, Treppen oder Uebergaengen. Leitstreifen verwenden laengliche Rippen parallel zur Gehrichtung als Wegeleitung ueber offene Flaechen. Jedes Muster hat eigene Masstoleranzen gemaess ISO 23599.
Wie oft sollten taktile Bodenindikatoren inspiziert werden?
ISO 23599 schreibt kein festes Inspektionsintervall vor, aber bewaehrte Praxis empfiehlt jaehrliche Zustandsbewertungen fuer stark frequentierte Standorte wie Bahnsteige und Uebergaenge. Innenanlagen und gering frequentierte Bereiche koennen alle zwei bis drei Jahre inspiziert werden. Kontrast sollte bei Reinigung oder Austausch nachgemessen werden.
Ist ISO 23599 verpflichtend?
ISO 23599 ist eine freiwillige internationale Norm, aber viele nationale Bauordnungen und Barrierefreiheitsvorschriften verweisen direkt darauf oder uebernehmen gleichwertige Anforderungen. In der EU werden mit ISO 23599 abgestimmte EN-Normen fuer die Barrierefreiheitskonformitaet verwendet. In der Praxis ist die Einhaltung fuer oeffentliche Infrastrukturprojekte faktisch obligatorisch.
Was ist der Unterschied zwischen ISO 23599 und DIN 32984?
DIN 32984 ist die deutsche Norm fuer taktile Bodenindikatoren, die ISO 23599 vorausgeht und ergaenzt. Waehrend ISO 23599 sich auf Produktabmessungen und Kontrast konzentriert, bietet DIN 32984 detaillierte Anleitungen zu Verlagemustern, Feldgroessen und Integration in die deutsche Fussgaengerinfrastruktur einschliesslich Uebergaengen und Bahnsteigkanten.
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