Der neuseelaendische Standard fuer die systematische CCTV-Zustandsbewertung von Freispiegel-Abwasser- und Regenwasserleitungen.
Das New Zealand Pipe Inspection Manual (NZPIM), 4. Ausgabe, ist der national anerkannte Standard fuer die Zustandsbewertung von drucklosen Freispiegel-Abwasser- und Regenwasserleitungen. Herausgegeben von Water New Zealand, bietet es eine strukturierte, codebasierte Methodik zur Erfassung von Strukturschaeden und Betriebsmaengeln bei CCTV-Inspektionen. NZPIM verbindet den australischen WSA 05 Conduit Inspection Reporting Code mit dem europaeischen EN 13508-2-Standard und schafft ein System, das auf Neuseelands Rohrinfrastruktur und regulatorisches Umfeld zugeschnitten ist. Der Standard erzeugt separate Struktur- und Betriebszustandsnoten von 1 (Sehr gut) bis 5 (Sehr schlecht), die Sanierungsplanung, Instandhaltungspriorisierung und Asset-Management-Entscheidungen fuer Gemeinden und Netzbetreiber im ganzen Land steuern.

Was ist NZPIM?
NZPIM 4. Ausgabe (New Zealand Pipe Inspection Manual) ist der neuseelaendische Standard fuer die CCTV-Zustandsbewertung von Freispiegel-Abwasser- und Regenwasserleitungen. Inspektoren erfassen codierte Struktur- und Betriebsmaengel mit Entfernungsangaben fuer einen Zustandsgrad von 1 (Sehr gut) bis 5 (Sehr schlecht).
- Vollständiger Name
- New Zealand Pipe Inspection Manual (NZPIM), 4. Ausgabe (2019)
- Herausgeber
- Water New Zealand
- Aktuelle Fassung
- 4. Ausgabe, 2019
Das NZPIM-Fehlercode-System: Struktur- vs. Betriebsmaengel
NZPIM organisiert alle Rohrbeobachtungen in ein hierarchisches Codesystem, das Strukturschaeden von Betriebsmaengeln unterscheidet, wobei jede Kategorie eine separate Zustandsnote erzeugt.
Das NZPIM-Fehlercode-System der 4. Ausgabe bildet die Grundlage jedes Rohrinspektionsberichts. Jede waehrend einer CCTV-Untersuchung erfasste Beobachtung erhaelt einen ein- oder zweistelligen Hauptcode zur Identifikation der Maengelkategorie. Der Standard unterteilt Beobachtungen in drei Gruppen: Strukturschaeden, Betriebsmaengel und Konstruktionsmerkmale. Strukturschaeden betreffen direkt die physische Integritaet der Rohrwand und umfassen Riss (C), Bruch (B), Verformung (D), Verbindungsfehler (J), Oberflaechenschaden (S) und Tomo/Hohlraum (T). Der Tomo/Hohlraum-Code ist NZPIM-spezifisch und erfasst Rohrwandverlust oder sichtbare Hohlraeume hinter dem Rohr, die auf Bodenerosion oder aeussere Schaeden hindeuten, die in anderen Standards typischerweise nicht codiert werden.
Betriebsmaengel beeintraechtigen die hydraulische Leistungsfaehigkeit der Rohrleitung, ohne notwendigerweise die strukturelle Integritaet zu gefaehrden. Dazu gehoeren Wurzeln (R), Anhaftende Ablagerungen (DA), Infiltration (I) und Verstopfung (O). Wurzeleinwuchs ist der haeufigste Betriebsmangel in Neuseelands Abwassernetzen, wo ausgewachsene Baumwurzeln durch Verbindungen und Risse eindringen, um naehrstoffreiches Abwasser zu erreichen. Anhaftende Ablagerungen (DA) umfassen Verkrustung, Fettansammlungen und mineralische Ablagerungen an der Rohrwand, die den effektiven Querschnitt verringern. Konstruktionsmerkmale wie Seitenleitung (L) und Schacht (MH) sind Nicht-Mangel-Beobachtungen, die Lage und Zustand angeschlossener Infrastruktur erfassen. Allgemeiner Kommentar (GC) bietet einen Freitexteintrag fuer Beobachtungen, die nicht in die Standard-Codekategorien passen.
| Code | Kategorie | Typ | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| C | Riss | Struktur | Laengs-, Umfangs-, Mehrfach- oder Spiralrisse der Rohrwand |
| B | Bruch | Struktur | Rohrwand ist gebrochen mit verschobenen oder fehlenden Stuecken |
| D | Verformung | Struktur | Querschnittsverformung durch aeussere Belastung oder Bodenbewegung |
| J | Verbindungsfehler | Struktur | Offene, verschobene oder fehlerhaft abgedichtete Verbindungen zwischen Rohrsegmenten |
| S | Oberflaechenschaden | Struktur | Abplatzung, Verschleiss, Erosion oder chemische Korrosion der Rohroberflaeche |
| T | Tomo/Hohlraum | Struktur | Rohrwandverlust oder sichtbare Hohlraeume hinter dem Rohr (NZPIM-spezifisch) |
| R | Wurzeln | Betrieb | Fein-, Massen- oder Pfahlwurzeleinwuchs durch Verbindungen oder Risse |
| DA | Anhaftende Ablagerungen | Betrieb | Verkrustung, Fett oder mineralische Ablagerungen an der Rohrwand |
| I | Infiltration | Betrieb | Grundwassereintritt durch Defekte in Rohrwand oder Verbindungen |
| O | Verstopfung | Betrieb | Fremdkoerper oder Truemmer, die die Rohrkapazitaet verringern |
| L | Seitenleitung | Merkmal | Lage und Zustand von Seitenanschluessen |
| MH | Schacht | Merkmal | Schacht oder Zugangspunkt innerhalb der Inspektionsstrecke |
| GC | Allgemeiner Kommentar | Merkmal | Freitextbeobachtung, die nicht von Standardcodes abgedeckt wird |
Strukturcodes bestimmen den Strukturzustandsgrad; Betriebscodes bestimmen den Betriebszustandsgrad. Konstruktionsmerkmale werden fuer das Anlagenverzeichnis erfasst, beeinflussen die Bewertung jedoch nicht.
Diese Trennung von Struktur- und Betriebscodes ist entscheidend, da NZPIM zwei unabhaengige Noten fuer jeden inspizierten Rohrabschnitt berechnet: einen Strukturzustandsgrad und einen Betriebszustandsgrad. Ein Rohr kann ausgezeichnete strukturelle Integritaet, aber schweren Wurzeleinwuchs aufweisen oder umgekehrt. Durch die Aufrechterhaltung zweier paralleler Bewertungsstroeme koennen Anlagenverwalter die strukturelle Sanierung getrennt von der betrieblichen Instandhaltung priorisieren und Budgets gezielter einsetzen. Fuer vergleichbare europaeische Kanal-Fehlercodierung siehe den EN 13508-2 Standard.
Die 1-bis-5-Zustandsbewertungsskala
NZPIM verwendet ein fuenfstufiges Zustandsgradsystem von 1 (Sehr gut) bis 5 (Sehr schlecht), das strukturelle Integritaet und Betriebsleistung separat bewertet.
Das NZPIM-Zustandsgradsystem der 4. Ausgabe weist jedem inspizierten Rohrabschnitt eine Bewertung von 1 bis 5 zu, wobei Grad 1 Sehr gut (Neuzustand ohne Maengel) und Grad 5 Sehr schlecht (Rohr ausgefallen oder Ausfall unmittelbar bevorstehend) bedeutet. Entscheidend ist, dass NZPIM zwei unabhaengige Noten berechnet: einen Strukturzustandsgrad basierend auf den Codes C, B, D, J, S und T sowie einen Betriebszustandsgrad basierend auf den Codes R, DA, I und O. Grad 2 (Gut) weist auf geringfuegige Verschlechterung hin, wie oberflaechlichen Verschleiss oder leichte Verfaerbung, ohne strukturelles Risiko oder Durchflussbegrenzung. Grad 3 (Maessig) markiert die Schwelle, ab der Maengel deutlich werden und Ueberwachung erfordern, wie mittelgrosse Brueche, verschobene Verbindungen oder Wurzeleinwuchs unter 25% des Querschnitts.
| Grad | Zustand | Strukturbeispiel | Betriebsbeispiel |
|---|---|---|---|
| 1 | Sehr gut / Ausgezeichnet | Keine Maengel; Neuzustand des Rohrs | Keine Betriebsmaengel; freier Querschnitt |
| 2 | Gut | Oberflaechlicher Verschleiss, leichte Verfaerbung | Geringe Ablagerungen; keine messbare Durchflussbegrenzung |
| 3 | Maessig | Mittelgrosse Brueche, verschobene Verbindungen | Wurzeleinwuchs < 25% Querschnitt; maessige Ablagerungen |
| 4 | Schlecht | Grosse Risse, Verformung > 10%, Bruch mit sichtbarem Erdreich | Wurzelmasse > 50% Querschnitt; starke Verkrustung |
| 5 | Sehr schlecht / Ausgefallen | Eingestuerztes Rohr, Korrosion durch gesamte Wand | Vollstaendige Verstopfung, Rohr leitet keinen Durchfluss mehr |
Die Noten werden separat fuer Struktur- und Betriebszustand berechnet. Die Gesamtbewertung ist die schlechtere (hoehere) der beiden Noten. Grad 3 loest Ueberwachung aus; Grad 4 loest geplante Massnahmen aus; Grad 5 erfordert sofortiges Handeln.
Grad 4 (Schlecht) signalisiert erhebliche Maengel, die eine zeitnahe Sanierung oder Reparatur erfordern: grosse Risse, Verformung ueber 10% des Rohrdurchmessers oder gebrochene Rohrabschnitte mit sichtbarem Erdreich. Grad 5 (Sehr schlecht / Ausgefallen) ist fuer eingestuerzte Rohre, vollstaendige Verstopfungen, umfassende Korrosion durch die gesamte Rohrwand oder so schwere Verformung, dass das Rohr keinen Durchfluss mehr ermoeglichen kann, reserviert. Der Doppelbewertungsansatz stellt sicher, dass ein Rohr mit geringfuegigen strukturellen Rissen aber schwerer Wurzelblockade trotz seiner adaequaten Strukturbewertung eine niedrige Betriebsnote erhaelt. Anlagenverwalter nutzen die schlechtere der beiden Noten zur Priorisierung der Erneuerung, waehrend die einzelnen Noten informieren, ob der Eingriff strukturell (Inliner, Erneuerung) oder betrieblich (Wurzelschneiden, Reinigung) sein sollte. Neuseelaendische Gemeinden integrieren diese Noten typischerweise in ihre langfristigen Infrastrukturstrategien und speisen Zustandsdaten in praediktive Verschlechterungsmodelle ein.
Die Zustandsbewertungsmethodik wird von Water New Zealand.
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Das lineare Beobachtungsprotokoll: Entfernungsbasierte Maengelerfassung
Das NZPIM-Beobachtungsprotokoll erfasst jeden Mangel und jedes Merkmal an seiner exakten Entfernung vom Startknoten und erstellt so eine lineare Karte des Rohrzustands, die sowohl Bewertung als auch Sanierungsplanung unterstuetzt.
Was NZPIM von einfacheren Inspektions-Checklisten unterscheidet, ist sein entfernungsbasiertes lineares Beobachtungsprotokoll. Anstatt eine einzelne Gesamtbewertung abzugeben, erfasst der Inspektor jeden Mangel an seiner exakten Position, gemessen in Metern vom stromaufwaerts gelegenen Startknoten. Dies erstellt ein Laengsprofil des Rohrzustands, das Anlagenverwalter nicht nur fuer die Bewertung, sondern auch fuer die gezielte Sanierungsplanung nutzen koennen. Ein Sanierungsingenieur kann festlegen, dass eine Inliner-Sanierung von 12,5 m bis 18,3 m erforderlich ist, wo mehrere Risse gehaeuft auftreten, anstatt den gesamten Rohrabschnitt zu erheblich hoeheren Kosten zu sanieren.
Jeder Beobachtungseintrag besteht aus einer Entfernungsmessung, einem Hauptmangelcode, einer optionalen Charakterisierung, einer optionalen Quantifizierung, Uhrzeigerpositions-Referenzen, einer Fotoerfassung und Freitext-Bemerkungen. Das Entfernungsfeld muss monoton ansteigen: Eintraege sind sequenziell geordnet von 0,0 Metern am Startknoten bis zur Gesamtrohrlaenge am Endknoten. NZPIM unterstuetzt auch Durchgangsmaengel, bei denen eine Start- und Endentfernung einen Mangel eingrenzen, der sich ueber eine messbare Laenge erstreckt. Ein Laengsriss von 4,2 m bis 9,8 m wuerde mit einer Durchgangsmarkierung statt als einzelne Punktbeobachtung erfasst.
Das Uhrzeigerpositions-System erfasst, wo am Rohrumfang ein Mangel lokalisiert ist, unter Verwendung eines 1-bis-12-Nummerierungssystems analog zu einem Zifferblatt bei Blick vom stromaufwaerts gelegenen Ende. Position 12 ist der Scheitel (oben), Position 6 ist die Sohle (unten), und die Positionen 3 und 9 sind die Kaempfer (Seiten). Die Erfassung sowohl einer Von- als auch einer Bis-Position erfasst die Umfangsausdehnung eines Mangels. Ein Riss von Position 10 bis Position 2 verlaeuft ueber den Scheitel, waehrend ein Riss von 4 bis 8 entlang der unteren Rohrhaelfte verlaeuft. Diese Positionsdaten sind fuer die Sanierungsplanung unverzichtbar, insbesondere fuer Punktreparaturen und gezielte strukturelle Eingriffe, bei denen die genaue Kenntnis von Lage und Ausdehnung des Schadens die Reparaturmethode und -kosten bestimmt.
Fuer eine ergaenzende Schacht-Inspektionsmethodik, die neben Rohruntersuchungen eingesetzt wird, siehe den NASSCO MACP Schachtstandard.
Charakterisierung und Quantifizierung: Beschreibung der Mangelschwere
Nach Auswahl des Hauptmangelcodes verlangt NZPIM von Inspektoren eine weitere Beschreibung jeder Beobachtung durch Charakterisierungs- und Quantifizierungsmodifikatoren.
Die NZPIM-Charakterisierungscodes liefern die zweite Detailebene fuer jede Beobachtung. Waehrend der Hauptcode identifiziert, welche Art von Mangel vorliegt, beschreibt die Charakterisierung, wie er sich manifestiert. Fuer Riss-Maengel (C) unterscheidet die Charakterisierung zwischen Laengs-, Umfangs-, Mehrfach- und Spiralmustern. Ein Laengsriss verlaeuft entlang der Rohrlaenge und weist typischerweise auf Biegebelastung oder Setzungsunterschiede hin, waehrend ein Umfangsriss das Rohr umgibt und oft aus Scherkraeften an starren Verbindungen resultiert. Mehrere Risse in einem begrenzten Bereich signalisieren fortgeschrittene strukturelle Verschlechterung, die bald zu einem Bruchzustand (B) fortschreiten kann.
Verbindungsfehler (J) werden als Offen (sichtbarer Spalt zwischen Rohrsegmenten), Verschoben (Winkel- oder Seitenversatz zwischen Segmenten) oder Fehlerhafte Dichtung (Dichtungsmaterial sichtbar oder vorstehend) charakterisiert. Wurzelbeobachtungen (R) unterscheiden zwischen Feinwurzeln (einzelne Faeden), Massenwurzeln (dichte Wurzelmatte) und Pfahlwurzel (einzelne grosse Wurzelpenetration). Oberflaechenschaden (S) wird als Verschleiss/Erosion, Korrosion/Chemischer Angriff oder Abplatzung charakterisiert, wobei jede Variante auf unterschiedliche Verschlechterungsmechanismen und Materialanfaelligkeiten hinweist.
Das Quantifizierungsfeld misst den Schweregrad oder die Groessenordnung des beobachteten Mangels. Fuer Risse waehlt der Inspektor Klein/Haarriss, Mittel oder Gross basierend auf der sichtbaren Rissbreite. Fuer Verformung erfasst die Quantifizierung den prozentualen Querschnittsverlust: 0-5%, 5-10%, 10-25% oder mehr als 25%. Wurzel- und Ablagerungsbeobachtungen verwenden den prozentualen blockierten Querschnitt zur Angabe der Durchflussbegrenzungsschwere. Diese Quantifizierungsdaten beeinflussen direkt die Zustandsgradberechnung: Ein kleiner Haarriss traegt weniger zum Strukturgrad bei als ein grosser Riss mit sichtbarer Verschiebung, obwohl beide denselben Hauptcode C tragen. Im Formular arbeiten diese drei Felder (Hauptcode, Charakterisierung, Quantifizierung) zusammen, um eine vollstaendige, standardisierte Beschreibung jedes Mangels zu erzeugen, die jeder qualifizierte Inspektor weltweit einheitlich interpretieren kann.
Fuer einen vergleichbaren nordamerikanischen Kanal-Codierungsansatz siehe den NASSCO PACP Kanalstandard.
Inspektions-Kopfdaten: Anlagen- und Umgebungskontext
Bevor Beobachtungen erfasst werden, erfasst das NZPIM-Formular kritische Anlagenattribute und Umgebungsbedingungen, die die gesamte Inspektion rahmen.
Die NZPIM-Inspektions-Kopfdaten legen den Kontext fuer jede nachfolgende Beobachtung fest. Start-Knoten-ID und End-Knoten-ID identifizieren die Schacht- oder Zugangspunkt-Referenzen an jedem Ende des Rohrabschnitts und verknuepfen die Inspektion mit dem GIS-Anlagenregister der Gemeinde. Die Untersuchungsrichtung (Stromauf oder Stromab) bestimmt, wie Entfernungsmessungen interpretiert werden, und stellt sicher, dass mehrere Inspektionen desselben Rohrabschnitts unabhaengig von der Kameraeinbaurichtung verglichen werden koennen. Rohrmaterial ist ein Pflichtfeld mit Optionen wie Asbestzement (AC), Gusseisen (CI), Beton allgemein (CONC), Stahlbeton (RC), Steinzeug/Ton (EW), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen (PE). Der Materialcode ist entscheidend, da erwartete Schadensmuster je nach Material erheblich variieren. AC-Rohre sind anfaellig fuer Laengsrisse, EW-Rohre zeigen haeufig Verbindungsverschiebungen, und PVC-Rohre neigen zu Verformung unter aeusserer Belastung.
Rohrform (Kreisfoermig, Eifoermig, Oval oder Rechteckig/Kasten) und Hoehe/Durchmesser in Millimetern beschreiben die physische Geometrie. Nicht-kreisfoermige Formen erfordern zusaetzliche Breitenangaben. Das Inspektionsmethode-Feld erfasst die verwendete Technologie: CCTV (TV), Schwenk-Neige-CCTV (TVPT), Festbrennweite (FZ) oder Fotografisch (P). Schwenk-Neige-Kameras bieten ueberlegene Seiten- und Umfangsabdeckung im Vergleich zu starren Axialsystemen, und der Methodencode ermoeglicht es Berichtspruefen, die Zuverlaessigkeit und Vollstaendigkeit der Beobachtungsdaten zu bewerten.
Umgebungskontextfelder umfassen Wetterbedingungen (Trocken, Regen, Starkregen oder Schauer), Inspektionszweck (Instandhaltung, Uebergabe/Abnahme, Sanierungsplanung, Infiltrationsuntersuchung oder Betriebsproblem) und Vorreinigungsstatus (Keine Reinigung, Leichte Reinigung, Schwere Reinigung oder Hochdruckspuelung). Das Zweckfeld bestimmt den erwarteten Detaillierungsgrad: Eine Uebergabeinspektion fuer Neubaurohre erfordert die Dokumentation jedes kleinen Konstruktionsmerkmals, waehrend eine Instandhaltungsuntersuchung sich hauptsaechlich auf Verschlechterung und Verstopfung konzentriert. Der Vorreinigungsstatus ist fuer die Interpretation des Beobachtungsprotokolls unverzichtbar, da Truemmer oder Ablagerungen bei einer ungereinigten Inspektion darunter liegende Strukturschaeden verdecken koennen. Fuer einen vergleichbaren Ansatz zur Rohrinspektionsdokumentation, der im Vereinigten Koenigreich verbreitet ist, siehe den WRC MSCC5 Kanalstandard.
NZPIM wird von Water New Zealand gepflegt und orientiert sich am ISO/TR 11295 Rahmenwerk fuer die Zustandsklassifizierung von Entwaesserungssystemen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist NZPIM?
NZPIM (New Zealand Pipe Inspection Manual) ist der nationale Standard fuer die CCTV-Zustandsbewertung von Freispiegel-Abwasser- und Regenwasserleitungen. In der 4. Ausgabe (2019) bietet er codierte Mangelklassifizierung und ein 1-bis-5-Zustandsgradsystem, das von Gemeinden und Netzbetreibern in ganz Neuseeland genutzt wird.
Wie unterscheidet sich NZPIM von EN 13508-2?
NZPIM ist eng an EN 13508-2 angelehnt, enthaelt aber neuseelaendische Ergaenzungen wie den Tomo/Hohlraum-Code (T) und angepasste Materialcodes fuer lokale Rohrtypen. NZPIM pflegt zudem eine engere Integration mit dem australischen WSA 05-Standard, was australasische Rohrinfrastrukturpraktiken widerspiegelt.
Was ist der Unterschied zwischen Struktur- und Betriebsgrad?
NZPIM berechnet zwei unabhaengige Zustandsgrade fuer jeden Rohrabschnitt. Der Strukturgrad bewertet die physische Integritaet (Risse, Brueche, Verformung, Verbindungen, Oberflaechenschaeden, Hohlraeume). Der Betriebsgrad bewertet die hydraulische Leistung (Wurzeln, Ablagerungen, Infiltration, Verstopfungen). Die Gesamtbewertung ist die schlechtere der beiden.
Was bedeutet ein Zustandsgrad von 5?
Grad 5 (Sehr schlecht / Ausgefallen) zeigt an, dass das Rohr eingestuerzt ist, ein Ausfall unmittelbar bevorsteht oder der Durchfluss vollstaendig blockiert ist. Sofortiges Handeln ist erforderlich. Beispiele fuer Strukturgrad 5 umfassen eingestuerztes Rohr oder vollstaendige Wandkorrosion. Betriebsgrad-5-Beispiele umfassen totale Wurzelblockade.
Ist eine NZPIM-Inspektion in Neuseeland vorgeschrieben?
NZPIM ist kein Gesetz, aber der de-facto verbindliche Standard fuer kommunal finanzierte CCTV-Rohrinspektionen. Die meisten Gebietsverwaltungen in Neuseeland schreiben NZPIM-Konformitaet in ihren Infrastrukturvertraegen vor, und der Standard wird in den Richtlinien und Regelwerken von Water New Zealand referenziert.
Welche CCTV-Ausruestung ist fuer eine NZPIM-Inspektion erforderlich?
NZPIM unterstuetzt mehrere Inspektionsmethoden: Standard-CCTV (TV), Schwenk-Neige-CCTV (TVPT), Festbrennweite (FZ) und Fotografisch (P). Schwenk-Neige-Kameras werden fuer Rohre ab 150 mm empfohlen, da sie detaillierte Inspektion von Seitenleitungen und Umfangsmaengeln ermoeglichen.
Wie oft sollte eine NZPIM-Rohrinspektion durchgefuehrt werden?
Die Inspektionshaeufigkeit haengt von der Anlagenkritikalitaet, dem Rohralter, dem Material und den historischen Zustandsdaten ab. Neuseelaendische Gemeinden inspizieren kritische Abwasser-Hauptleitungen typischerweise alle 5 bis 10 Jahre, mit haeufigeren Untersuchungen bei bekannter Verschlechterung oder in Hochrisikobereichen.
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